Hamburg - Den Grundstein für den Erfolg legten die Niederlande in der ersten Hälfte. Nach 23 Minuten verwandelte Robin van Persie einen direkten Freistoß, wobei Keeper Jean-Jacques Tizié keine gute Figur machte. Der Ball schlug in der Torwartecke ein. Vier Minuten später verwandelte Ruud van Nistelrooy einen Pass von Arjen Robben zum 2:0.
Allerdings hatten die Holländer eine Menge Glück, dass ihre Serie bei Weltmeisterschaften ohne Niederlage gegen afrikanische Teams hielt. Nach der Führung schien das Team von Bondscoach Marco van Basten schon in Gedanken beim Besuch der Spielerfrauen und Familien am Samstag im WM-Quartier in Hinterzarten zu sein. Prinz Pieter-Christian als Vertreter des Königshauses sowie die etwa 25.000 "Oranje"-Fans unter den 52.000 Zuschauern im ausverkauften Stuttgarter Gottlieb-Daimler-Stadion mussten kräftig zittern.
Nach 30 Minuten traf Didier Zokora mit einem Distanzschuss nur den Pfosten, neun Minuten später erzielte Bakary Koné den 1:2-Anschlusstreffer. Zuvor hatte Schiedsrichter Oscar Ruiz aus Kolumbien ein Halten von Giovanni van Bronckhorst an Emmanuel Eboue (12.) im Strafraum nicht geahndet. Zudem vergaben die Westafrikaner wie schon beim 1:2 gegen Argentinien zum Auftakt leichtfertig zahlreiche weitere gute Gelegenheiten.
Van Basten setzte wie angekündigt auf die gleiche Startelf wie beim 1:0 zum Auftakt gegen Serbien-Montenegro. Kapitän und Torhüter Edwin van der Sar (Wadenprobleme) war ebenso einsatzbereit wie Mark van Bommel (Knie). Mittelfeld-Regisseur Rafael van der Vaart vom Bundesligisten Hamburger SV, der nach seinen chronischen Problemen am Sprunggelenk noch Trainingsrückstand hat, wurde ebenso wie sein Vereinskamerad Khalid Boulahrouz in der zweiten Halbzeit eingewechselt und kam damit zu seinem ersten Länderspiel in diesem Jahr.
"Es war ein sehr schweres Spiel, die Elfenbeinküste ist eine starke Mannschaft", sagte van Basten. "In der zweiten Halbzeit haben wir nur noch verteidigen können. Aber ich muss meinen Jungs ein Kompliment machen, sie haben bis zum Schluss gekämpft. Wir haben zwei Spiele gewonnen, aber auch glücklich. Bis zum Spiel gegen Argentinien müssen wir uns noch weiterentwickeln. Dann können wir über die nächste Runde nachdenken."
Sein Gegenüber Henri Michel zeigte sich enttäuscht: "Ich kann der Mannschaft aber keinen Vorwurf machen. Sie hat alles gegeben. Es hat wieder die Abstimmung nicht ganz gestimmt und vorne haben wir wie schon gegen Argentinien zu viele Chancen ausgelassen."
Für das Spiel gegen die Niederlande hatte Michel gleich drei Veränderungen vorgenommen. An der Seite von Didier Drogba, der nicht so durchschlagskräftig wie gewohnt wirkte und nach seiner zweiten Gelben Karte im abschließenden Spiel gegen Serbien-Montenegro gesperrt ist, bekam unter anderem Arouna Kone vom PSV Eindhoven eine Chance von Beginn an. HSV-Profi Guy Demel wurde wieder nicht berücksichtigt.
Mit diesem Erfolg haben sich die Niederlande neben Argentinien vorzeitig fürs Achtelfinale qualifiziert. Am kommenden Mittwoch um 21 Uhr spielen beide Teams gegeneinander um den Gruppensieg. Im Spiel Serbien und Montenegro gegen die Elfenbeinküste geht es dagegen nur noch um Platz drei.
Niederlande - Elfenbeinküste 2:1 (2:1)
1:0 van Persie (23.)
2:0 van Nistelrooy (27.)
2:1 Bakary Koné (39.)
Niederlande: van der Sar - Heitinga (46. Boulahrouz), Ooijer, Mathijsen, van Bronckhorst - van Bommel, Sneijder (50. van der Vaart), Cocu - van Persie, van Nistelrooy (73. Landzaat), Robben.
Elfenbeinküste: Tizié - Eboué, Kolo Touré, Meité, Boka - Zokora - Bakary Kone (62. Dindane), Yaya Touré, Romaric (62. Yapi Yapo) - Arouna Kone (73. Akale), Drogba.
Schiedsrichter: Ruiz (Kolumbien)
Zuschauer: 52.000 (ausverkauft)
Gelbe Karten: Robben, Mathijsen, van Bommel, Boulahrouz / Zokora, Drogba, Boka
bri/sid
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...Oder OT Beckmann: Dieser "zauberhafte" Pass... und das nicht nur einmal. Hach.. mehr...
Wo haben Sie denn einen amerikanischen Kommentator gefunden? Auf Rogers bzw TSN sind es immer nur britisch / irisch klingende Kommentatoren. Neutral sind sie wohl, jedoch stoert mich das bei Deutschlandspielen ;) [...] mehr...
Schade,schade schade das Ausscheiden der spielerisch und vor allem auch balltechnisch überzeugenden Mannschaft der Elfenbeibküste. Sie hat um Klassen besser gespielt als England , das bereits im Viertelfinale steht und auch als [...] mehr...
Hey, geht´s hier um Fußball oder um Irland flavor? Irland flavor? Klasse. Hab ich noch nie gehört. Klingt echt intellektuell! Sportliche grüße eines Fußballfans Hans Jürgen Rost mehr...
Das war wirklich schade... auch wenn sie blind vorm Tor sind, wie es aussieht, oder besser: dort leider Ruhe und Abgeklärtheit vermissen lassen spielen die Ivorer doch tollen Fußball. Rasant, einfallsreich (zumindest gegen [...] mehr...
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