Rom - Tausende säumten den Bus der Squadra Azzurra, der auf seinem Weg vom Flughafen nur im Schritttempo vorankam. Als Kapitän Fabio Cannavaro schließlich den Pokal in die Höhe hielt, kannte der Jubel keine Grenzen. "Wir sind stolz, Italiener zu sein", war auf einem Plakat unter einem Balkon zu lesen, auf dem die vom vielen Feiern heiseren Spieler die Nationalhymne sangen.
"Wer nicht springt, ist ein Franzose", sangen sie dann zur Melodie eines italienischen Volksliedes und ließen die Menge hüpfen. Viele Spieler hatten sich die Nationalflagge um die Köpfe gebunden, einige wirkten sehr erschöpft.
Die Kunstflieger-Staffel der Luftwaffe malte nach der Landung der Mannschaft grün-weiß-rote Streifen in den Himmel. Zuvor hatte die Mannschaft die Glückwünsche von Ministerpräsident Romano Prodi entgegengenommen. Prodi dankte den Spielern bei einem Empfang für ihre Leistung. Sie hätten die jungen Leute daran erinnert, dass gute Ergebnisse "nur mit harter Arbeit, Schweiß und Einsatz" erzielt werden könnten.
Im Hinblick auf den Schiedsrichterskandal, der das ganze Land erschüttert, sagte Prodi: "Danke, dass Sie dem Fußball die Würde zurückgegeben haben, die er verdient." Schon am Sonntagabend hatten Hunderttausende Fans in ganz Italien den Finalsieg über Frankreich gefeiert. Bis in den Morgen hinein fuhren Autokorsos durch die Städte.
ler/AP
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