Hamburg - "Ich habe niemals Sätze mit Bezügen auf Religion, Politik und Rassismus ausgesprochen. Ich habe auch nicht seine Mutter beleidigt", erklärte der 32-Jährige in einem Interview mit der Sportzeitung Gazzetta dello Sport. Zidane selbst hatte dieses tags zuvor in einem TV-Interview erklärt und als Grund für seinen Kopfstoß in der 110. Minute des WM-Endspiels in Berlin genannt. Der Spielmacher der Franzosen war daraufhin des Feldes verwiesen worden.
"Ich habe meine eigene Mutter mit 15 Jahren verloren, und nicht einmal heute kann ich über sie sprechen, ohne dass mir Tränen in die Augen steigen", wird Materazzi zitiert. "Ich könnte niemals eine Mutter beleidigen, und erst jetzt erfahre ich, dass Zidanes Mutter auch gesundheitliche Probleme hat. Ich wünsche ihr eine baldige Genesung", so der Abwehrspieler.
Auch zu seinem Verhältnis zu Zidane in der Vergangenheit nahm Materazzi Stellung. "Bei einem Meisterschaftsspiel Juventus gegen Perugia haben wir sogar das Trikot getauscht. Es hängt noch in meinem Schrank. Ich habe den Spieler Zidane stets verehrt. Er war der Beste bei der WM. Mit seinen 34 Jahren hat er die Zuschauer begeistert", sagte der italienische Verteidiger. Eine Provokation gab Materazzi erneut zu, sagte aber: "Ich hätte eine verbale Reaktion, nicht einen Kopfstoß erwartet. Zidanes Kopfstoß hat meine Freude über den Titel-Gewinn nicht ruiniert, sie aber ein wenig gemäßigt."
mt/sid
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