Hamburg – Auch Piotr Trochowski (Hamburger SV) und Clemens Fritz (Werder Bremen) sind Neulinge in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Zudem wurde Robert Enke von Hannover 96 als dritter Torhüter für den Test gegen Georgien am 7. Oktober in Rostock und das EM-Qualifikationsspiel vier Tage später in Bratislava nominiert. Enke hatte zuletzt beim Konföderationen-Cup 1999 in Mexiko dem DFB-Aufgebot angehört, damals aber nicht gespielt.
Aachens Schlaudraff, der Borussia Mönchengladbach nicht gut genug war und deshalb zur Alemannia abgegeben wurde, überzeugte zuletzt auch in der Bundesliga mit guten Leistungen. Der 23-jährige Stürmer erzielte für den Aufsteiger diese Saison bislang drei Tore.
Im 22-köpfigen Aufgebot stehen noch 15 Spieler, die im Sommer zum WM-Kader zählten. Neben dem zurückgetretenen Torhüter Oliver Kahn fehlen Christoph Metzelder, Per Mertesacker, Jens Nowotny, Robert Huth, Gerald Asamoah, Tim Borowski und Sebastian Kehl. Somit muss Löw erneut auf alle vier bei der WM eingesetzten Innenverteidiger verzichten.
In einem Gespräch mit Bremens Trainer Thomas Schaaf gestern Morgen entschied Löw, dass ein Einsatz in den beiden Länderspielen für Per Mertesacker nach dessen langer Verletzungspause noch zu früh kommt. Gleiches gilt für Jens Nowotny und Robert Huth, die sich erst im Aufbautraining befinden.
Ebenfalls angeschlagen ist derzeit der Gladbacher Stürmer Oliver Neuville. "Nach einem Gespräch mit dem Spieler habe ich entschieden, ihn trotz seiner derzeitigen Verletzung einzuladen. Ich hoffe, dass er Mitte nächster Woche wieder voll belastbar ist und somit in den beiden Länderspielen eingesetzt werden kann", sagte Löw.
"In Absprache mit U21-Trainer Dieter Eilts haben wir uns nach der verletzungsbedingten Absage von Tim Borowski entschieden, Piotr Trochowski für die beiden Länderspiele einzuladen", sagte Löw, "wir beobachten ihn bereits seit vielen Monaten, er ist eine verheißungsvolle Alternative. Besonders seine technischen Qualitäten haben uns beeindruckt, er passt mit seiner Spielweise sehr gut zur Philosophie der Nationalmannschaft."
Lob gab es auch für den Werderaner Fritz. "Er hat sich in dieser Saison in Bremen stark in den Vordergrund gespielt. Wir haben ihn durch unseren Stab dabei mehrmals beobachtet und er hat stets einen guten Eindruck hinterlassen", so Löw, "Clemens Fritz hat eine Chance verdient, da er auf der rechten Abwehrseite offensiv und defensiv Akzente setzen kann."
ach/sid/dpa
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