Hamburg - "Heute weiß ich, dass man Dinge nicht ausschließen kann", sagte Klinsmann im Gespräch mit der "Zeit" auf die Frage, ob er sich eine berufliche Rückkehr nach Deutschland vorstellen könne. "Mir persönlich ist dieses Land immer nahe gewesen, auch in den sechs Jahren, bevor ich Nationaltrainer wurde und in den USA lebte. Ich bin gut informiert, über das Internet, habe 'Spiegel', 'Stern' und 'Kicker' abonniert", so der 42-Jährige, "mir ist wichtig, was die Menschen in Deutschland bewegt."
Wahlamerikaner Jürgen Klinsmann: Blick nach Deutschland
In den familiären Zukunftsplänen spielt eine Rückkehr nach Deutschland ebenfalls eine Rolle. Die Entscheidung macht er aber von seinen Kindern abhängig. "Vielleicht wollen die ja mal in Deutschland studieren. Das wird dann spannend, das Land wiederzuentdecken; durch die Augen der Kinder. Ja, das wäre faszinierend", sagte Klinsmann.
Auch über seine Beweggründe, den Job als Trainer der Nationalelf nach der WM in Deutschland nicht zu verlängern, gab Klinsmann Auskunft: "Man kann so einen Job nicht mit einer Ehe und zwei kleinen Kindern verbinden. Oft habe ich in den letzten zwei Jahren, wenn ich zu Hause war, gedacht: Mensch, jetzt bist du bei der Familie, aber eigentlich im Kopf ganz woanders", so der Schwabe, "ich würde mir nicht verzeihen, wenn ich sie in dieser Phase vernachlässigen würde". Hätte die Möglichkeit bestanden, die Nationalelf und die Familie unter einen Hut zu bekommen, hätte er sofort weitergemacht, sagte Klinsmann. Das Nationalteam, "das war über zwei Jahre mein Leben".
In der vergangenen Woche waren die Verhandlungen Klinsmanns mit dem US-Fußballverband um den Posten des Nationalcoaches gescheitert. Klinsmann bezeichnete diesen Umstand als "schade".
fpf
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