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22.12.2006
 

Korb für Stuttgart

Enke bleibt in Hannover

Die Suche nach einem Hildebrand-Nachfolger in Stuttgart geht weiter: Wenige Stunden nachdem VfB-Präsident Erwin Staudt öffentlich das Interesse an Hannovers Torwart Robert Enke geäußert hatte, verlängerte der 96er seinen Vertrag bei den Niedersachsen.

Hannover - Der Bundesligist und der 29 Jahre alte Schlussmann einigten sich nach zweitägigen Verhandlungen auf eine Vertragsverlängerung. Enke und sein Berater Jörg Neblung akzeptierten am Freitagabend das verbesserte Angebot von 96- Präsident Martin Kind. "Robert hat sich für einen Verbleib bei Hannover 96 bis zum 30. Juni 2010 entschlossen", heißt es in einer offiziellen Mitteilung des Beraters. "Einen wesentlichen Teil zu der Entscheidung trugen sowohl die positive sportliche Entwicklung unter Trainer Dieter Hecking als auch private Gründe bei", heißt es in der Erklärung weiter.

96-Torwart Enke: "Lust auf die sportliche Herausforderung"
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DPA

96-Torwart Enke: "Lust auf die sportliche Herausforderung"

"Ich bin sehr froh, frühzeitig meine Entscheidung getroffen zu haben. Ich und meine Frau Teresa fühlen uns in Hannover sehr wohl, ich habe Lust auf die sportliche Herausforderung und möchte hier in diesem Team etwas bewirken", sagte Enke. Der angehende Ersatztorhüter der Nationalelf steht seit 2004 bei 96 unter Vertrag.

Die Einigung beendete zugleich alle Spekulationen über einen Wechsel des Torwarts zum Bundesliga-Rivalen VfB Stuttgart. "Robert Enke ist nicht nur ein hervorragender Torwart, er könnte auch zu uns passen", hatte VfB-Präsident Staudt heute gesagt. Doch das öffentliche Interesse kam zu spät.

Die Schwaben hatten am vergangenen Dienstag nach dem Pokal-Achtelfinale beim VfL Bochum (4:1) bekannt gegeben, das Vertragsangebot an Hildebrand zurückgezogen zu haben. "Ich schätze Timo als Sportler und Mensch sehr. Aber in der Tat ist es so, dass Sie einen Spieler, der mit dem Kopf vielleicht schon woanders ist, nicht mehr einfangen können", hatte Staudt erklärt. Hildebrand, der angeblich ein VfB-Angebot über vier Jahre mit einem Jahresgehalt von rund zwei Millionen Euro nicht angenommen hat, wird mit dem spanischen Erstligisten FC Valencia in Verbindung gebracht.

Der 27-Jährige soll bereits einen im Juli 2007 beginnenden Drei-Jahres-Vertrag unterschrieben haben. Als weitere Kandidaten auf die Hildebrand-Nachfolge werden unter anderem noch Jens Lehmann (FC Arsenal), Simon Jentzsch (VfL Wolfsburg), Markus Pröll (Eintracht Frankfurt) und Raphael Schäfer (1. FC Nürnberg) gehandelt.

mig/sid/dpa

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