Samstag, 21. November 2009

Sport



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19.01.2007
 

Fan-Ausschreitungen

Feyenoord aus Uefa-Cup ausgeschlossen

Der niederländische Erstligist Feyenoord Rotterdam darf in dieser Saison nicht mehr am Uefa-Cup teilnehmen. Auslöser sind Krawalle nach einer Partie in der Gruppenphase des Wettbewerbs. Der niederländische Club fürchtet nun hohe finanzielle Einbußen.

Hamburg - Die Berufungskommission der Uefa hat Feyenoord Rotterdam heute aus dem Uefa-Cup der Saison 2006/2007 ausgeschlossen. Das berichtet die Uefa auf ihrer Internetseite. Schuld sind Fan-Ausschreitungen im Zuge des Gruppenspiels der Niederländer am 30. November des vergangenen Jahres beim AS Nancy. Der Spruch fiel deutlich höher aus als in der ersten Instanz. Für den Tabellenvierten der niederländischen Ehrendivision bedeutet er erhebliche finanzielle Verluste.

Feyenoord-Fans in Nancy: Hoher finanzieller Schaden
AP

Feyenoord-Fans in Nancy: Hoher finanzieller Schaden

Rotterdam wäre in der Runde der letzte 32 Mannschaften auf den englischen Club Tottenham Hotspur getroffen. Statt der ursprünglich verhängten Geldstrafe von 200.000 Schweizer Franken muss der Club nun nur noch die Hälfte an die Uefa überweisen.

Das Spiel im französischen Nancy war damals für längere Zeit unterbrochen worden, während Bereitschaftspolizei im Stadion gegen niederländische Fans vorrückte. Der Verein aus der Hafenstadt hatte die Vorfälle bedauert, aber auch darauf hingewiesen, dass er die französische Seite vor den gewaltbereiten Fans gewarnt hatte. In erster Instanz hatte die Uefa Feyenoord nur eine Geldbuße aufgelegt und eine zur Bewährung ausgesetzte Strafe von zwei Spielen ohne Zuschauer.

Feyenoord schloss nicht aus, das Uefa-Urteil vor dem internationalen Sportgericht CAS in Lausanne anzufechten. Wird es jedoch rechtskräftig, müssen die Rotterdamer auf die beiden Spiele gegen Tottenham Hotspurs in der dritten Runde des Uefa-Pokals verzichten. Am kommenden Montag will die Uefa entscheiden, ob der englische Club ein Freilos erhält, oder der viertplatzierte der Rotterdam-Gruppe, der polnische Vertreter Wisla Krakau, als Tottenham-Gegner nachrückt. Einem Vereinssprecher zufolge würde dies einen Einnahmeausfall von ein bis zwei Millionen Euro bedeuten.

fpf/dpa

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