• Drucken
  • Senden
  • Feedback
07.03.2007
 

Kölner Zukunft

Daum schmiedet weiter große Pläne

In der 2. Liga nur Mittelmaß, aber Europa schon wieder im Blick: Christoph Daum und der 1. FC Köln haben hohe Ansprüche. Bei deren Umsetzung soll ein Stürmer helfen, der eigentlich schon abgeschrieben war.

Hamburg - Die unendliche Geschichte um Patrick Helmes ist wieder um ein Kapitel reicher. Nach einem neuerlichen Angebot des FC ist er "ins Grübeln geraten. Die neue Offerte klingt super. Beim FC habe ich mir Bedenkzeit erbeten. Entschieden ist aber noch nichts", sagte der Torjäger. Die DFL erklärte jüngst den mit Leverkusen geschlossenen Vertrag für nicht bindend. Zuvor hatte Kölns Manager Michael Meier die Option im Vertrag mit dem Stürmer gezogen, so dass sich dieser automatisch um ein Jahr bis 2008 verlängerte.

Kölns Trainer Christoph Daum: "Langfristig geht es darum, den FC an die Bundesligaspitze und in den internationalen Bereich zu führen."
AP

Kölns Trainer Christoph Daum: "Langfristig geht es darum, den FC an die Bundesligaspitze und in den internationalen Bereich zu führen."

Bevor das neue Angebot an Helmes bekannt gegeben wurde, hatte sich Leverkusens Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser zu Wort gemeldet: "Sollte der FC Helmes zu einer Unterschrift unter einen neuen Vertrag in Köln bewegen, wäre dies eindeutig Vertragsbruch, das sollten die Kölner Verantwortlichen dem jungen Spieler nicht antun."

Trotz des Theaters um Helmes und der jüngsten Nackenschläge haben die Verantwortlichen in Köln große Pläne. Trainer Christoph Daum blickt zuversichtlich in die Zukunft: "Ich bleibe so lange, bis ich den 1. FC Köln aus der zweiten Liga heraus geführt habe, das ist das kurzfristige Ziel. Mittelfristig geht es darum, den 1. FC Köln in der Bundesliga zu etablieren, und langfristig geht es darum, den FC an die Bundesligaspitze und in den internationalen Bereich zu führen", sagte er der "Stuttgarter Zeitung". Fünf Jahre hat Daum für dieses Vorhaben veranschlagt, dessen Vertrag bis 2010 Gültigkeit besitzt.

Derzeit liegen die Kölner nach der 1:2-Niederlage am Montag gegen Tabellenführer Karlsruher SC nur auf dem zehnten Rang. Dazu Daum: "Im Augenblick ist es sehr viel Arbeit, weil wir den FC wieder aufs Erfolgsgleis führen müssen. Im Moment stehen wir auf einem Nebengleis im Bummelzug." Der Verein war in der vergangenen Saison aus der Bundesliga abgestiegen und hatte den direkten Wiederaufstieg angepeilt. Bei zwölf Punkten Rückstand auf einen der Aufstiegsplätze ist dieses Ziel mittlerweile in weite Ferne gerückt.

Auch über die Zeit nach seiner Fußballlehrer-Laufbahn äußerte sich der 53-Jährige: "Es könnte in der Tat meine letzte Trainerstation sein. Ich gehe auf die 60 zu. Ich weiß, dass man sich in einer Führungsrolle wahnsinnig einbringen muss. Im Moment ist eine 80-Stunden-Woche für mich Normalität." Er habe bei seiner Mission keineswegs das alleinige Sagen im sportlichen Bereich so Daum: "Das wäre gefährlich und töricht. Das würde ich selbst nicht einfordern. Man kann heute nicht mehr in einem mittelständischen Unternehmen nach Feldherrenart Entscheidungen treffen, sondern muss konsensfähig sein."

jr/sid/dpa

Diesen Artikel...

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Auf anderen Social Networks posten:

  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • deli.cio.us
  • Xing
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • reddit
  • Windows Live

News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Sport
alles aus der Rubrik Fußball

© SPIEGEL ONLINE 2007
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH









TOP



TOP