Hamburg - Die unendliche Geschichte um Patrick Helmes ist wieder um ein Kapitel reicher. Nach einem neuerlichen Angebot des FC ist er "ins Grübeln geraten. Die neue Offerte klingt super. Beim FC habe ich mir Bedenkzeit erbeten. Entschieden ist aber noch nichts", sagte der Torjäger. Die DFL erklärte jüngst den mit Leverkusen geschlossenen Vertrag für nicht bindend. Zuvor hatte Kölns Manager Michael Meier die Option im Vertrag mit dem Stürmer gezogen, so dass sich dieser automatisch um ein Jahr bis 2008 verlängerte.
Kölns Trainer Christoph Daum: "Langfristig geht es darum, den FC an die Bundesligaspitze und in den internationalen Bereich zu führen."
Trotz des Theaters um Helmes und der jüngsten Nackenschläge haben die Verantwortlichen in Köln große Pläne. Trainer Christoph Daum blickt zuversichtlich in die Zukunft: "Ich bleibe so lange, bis ich den 1. FC Köln aus der zweiten Liga heraus geführt habe, das ist das kurzfristige Ziel. Mittelfristig geht es darum, den 1. FC Köln in der Bundesliga zu etablieren, und langfristig geht es darum, den FC an die Bundesligaspitze und in den internationalen Bereich zu führen", sagte er der "Stuttgarter Zeitung". Fünf Jahre hat Daum für dieses Vorhaben veranschlagt, dessen Vertrag bis 2010 Gültigkeit besitzt.
Derzeit liegen die Kölner nach der 1:2-Niederlage am Montag gegen Tabellenführer Karlsruher SC nur auf dem zehnten Rang. Dazu Daum: "Im Augenblick ist es sehr viel Arbeit, weil wir den FC wieder aufs Erfolgsgleis führen müssen. Im Moment stehen wir auf einem Nebengleis im Bummelzug." Der Verein war in der vergangenen Saison aus der Bundesliga abgestiegen und hatte den direkten Wiederaufstieg angepeilt. Bei zwölf Punkten Rückstand auf einen der Aufstiegsplätze ist dieses Ziel mittlerweile in weite Ferne gerückt.
Auch über die Zeit nach seiner Fußballlehrer-Laufbahn äußerte sich der 53-Jährige: "Es könnte in der Tat meine letzte Trainerstation sein. Ich gehe auf die 60 zu. Ich weiß, dass man sich in einer Führungsrolle wahnsinnig einbringen muss. Im Moment ist eine 80-Stunden-Woche für mich Normalität." Er habe bei seiner Mission keineswegs das alleinige Sagen im sportlichen Bereich so Daum: "Das wäre gefährlich und töricht. Das würde ich selbst nicht einfordern. Man kann heute nicht mehr in einem mittelständischen Unternehmen nach Feldherrenart Entscheidungen treffen, sondern muss konsensfähig sein."
jr/sid/dpa
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