Hamburg – Beim 2:1-Erfolg des FC Chelsea im Wiederholungsspiel des FA-Cup-Viertelfinals gegen Tottenham Hotspur stürmte ein Anhänger der Spurs auf das Spielfeld, als Chelseas Frank Lampard mit seiner Mannschaft den Sieg feierte. Der anstürmende Fan wollte Lampard attackieren. Beim Versuch auszuweichen stürzte der Spieler zu Boden. Danach konnten Sicherheitsbeamte den Angreifer abführen.
"Die Sicherheitsleute haben ein wenig geschlafen. Sie haben wohl nicht mit einem Angriff gerechnet. Aber Frank Lampard ist in Ordnung, er ist glücklich über den Sieg", sagte Chelsea-Trainer José Mourinho hinterher. Der englische Verband FA hat am Dienstag eine Untersuchung des Vorfalls angekündigt. „Das sind Dinge, die wir nicht akzeptieren können“, sagte ein FA-Sprecher.
Die Tore für die "Blues" schossen Andrej Schewtschenko (55.) und Shaun Wright-Phillips (58.). Für Tottenham schaffte Robbie Keane per Elfmeter nur noch den Anschlusstreffer (79.). In der nächsten Runde geht es nun für Chelsea gegen die Blackburn Rovers.
Auch Manchester United gelang der Einzug ins Halbfinale. Nachdem das erste Spiel in Middlesbrough 2:2 endete, konnten die "Red Devils" durch einen verwandelten Elfmeter von Christiano Ronaldo mit 1:0 gewinnen. "Boro"-Spieler James Morrison sah in der Nachspielzeit die Rote Karte. ManU spielt nungegen den FC Watford um den Einzug ins Finale.
Der amerikanische Rekordnationalspieler Cobi Jones will zum Saisonende seine Karriere bei den Los Angeles Galaxy beenden. Jones nahm insgesamt an drei Weltmeisterschaften teil (1994, 1998, 2002) und absolvierte 164 Länderspiele für sein Land. Der 36-jährige Mittelfeldspieler erzielte in 281 Spielen in der Major League Soccer (MLS) 66 Tore und wurde 2002 und 2005 US-Meister. Seit der Gründung von Galaxy 1996 spielte Jones dort. Zuvor war er für zwei Jahre in England bei Coventry City sowie ein halbes Jahr in Brasilien bei Vasco da Gama unter Vertrag. Er absolvierte auch ein Probetraining beim 1. FC Köln.
Die gegen den türkischen Nationalspieler Emre erhobenen Vorwürfe, zwei Gegenspieler rassistisch beleidigt zu haben, erhärteten sich nicht. Der beim Premier-League-Club Newcastle United unter Vertrag stehende Mittelfeldspieler soll am 30. Dezember im Spiel gegen den FC Everton seine dunkelhäutigen Gegenspieler Tim Howard und Joleon Lescott mit fremdenfeindlichen Ausdrücken beschimpft haben. Der englische Verband erklärte, dass es für die Vorwürfe keine ausreichenden Beweise gebe. Emre hatte vor dem Urteil angekündigt, dass er bei einer Verurteilung England verlassen werde.
Der italienische Rekordmeister Juventus Turin hat einen wichtigen Schritt in Richtung Wiederaufstieg gemacht. Am 28. Spieltag der Serie B siegte der Zwangsabsteiger 5:1 gegen den Tabellenzehnten US Triestina. Überragender Mann war Rafaele Palladino, der drei Treffer erzielte (27., 45., 60.). Mauro Camoranesi (8.) und Walerij Bojinow (81.) trafen je einmal. Damit hat die Mannschaft von Trainer Didier Deschamps neun Punkte Vorsprung zu einem Nichtaufstiegsplatz.
jr/sid
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