Nyon - Nach der Entscheidung der Europäischen Fußball-Union Uefa muss van Bommel nur im Hinspiel in Mailand am 3. April (20.45 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE), nachdem er im Achtelfinal-Rückspiel gegen Real Madrid (2:1) die Gelb-Rote Karte gesehen hatte. Eine Reaktion und Begründung der Uefa steht allerdings noch aus.
"Ich habe es nicht anders erwartet", sagte van Bommel: "Aber ich muss zugeben, dass ich eine Woche lang ein komisches Gefühl hatte." Die Uefa hatte die Spielsperre für den 29-Jährigen auf zwei Partien ausgedehnt, da dieser nach einer obzönen Geste bei der 2:3-Niederlage der Bayern im Hinspiel in Madrid auf Bewährung gespielt hatte. "Das ist eine große Erleichterung für uns und eine großartige Motivation für das Duell mit Milan", sagte Trainer Ottmar Hitzfeld.
Dass van Bommel im Rückspiel am 11. April in der Münchner Arena dabei sein könne, sei sehr wichtig für die Mannschaft, ergänzte der Coach, "weil Mark ein Leistungsträger ist". Die Reduzierung der Sperre ist das Ergebnis des Einspruchs, den die Bayern bei der Uefa nach deren Urteilsspruch eingelegt hatten. "Bei dem angeblichen Vergehen von Mark van Bommel im Rückspiel gegen Real Madrid hat es sich um zwei Gelbe Karten und nicht um Rot, also um einen Platzverweis, gehandelt. Warum er deshalb gegen eine Bewährungsstrafe verstoßen haben soll, ist uns unklar", sagte Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge.
mt/sid
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