Hamburg - Nach der erfolgreichen Suche nach einer neuen Spenderniere soll Stürmer Ivan Klasnic vom Bundesligisten Werder Bremen voraussichtlich kurz nach Ostern erneut operiert werden und das Organ transplantiert bekommen. "Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen. Ich hoffe, dass diesmal alles klappt und es dann endlich aufwärts geht", sagte der 27-Jährige der "Syker Kreiszeitung".
Ende Januar hatte der Körper des kroatischen Nationalspielers eine erste Spenderniere abgestoßen. Wichtig sei, dass er den letzten Wochen nicht zur Dialyse musste, "es geht mir den Umständen entsprechend gut", erklärte Klasnic und denkt bereits an sein Comeback: "In der nächsten Saison will ich wieder voll angreifen." Der Vertrag des Angreifers bei Werder läuft am Ende der Spielzeit aus. Die Hanseaten haben Klasnic jedoch eine Verlängerung um ein Jahr zu unveränderten Konditionen angeboten. Nachdem der Torjäger die Offerte bisher nicht angenommen hatte, kündigte er nun Gespräche an: "Es gibt keine Unstimmigkeiten. Ich habe bereits einmal mit Klaus Allofs gesprochen. Jetzt möchte ich mich noch einmal mit ihm zusammensetzen. Ich denke, dass wird in den nächsten Wochen auch passieren."
Borussia Mönchengladbach kann vermutlich auch im Falle eines Abstiegs aus der Bundesliga mit Oliver Neuville planen. Dies bestätigte der Nationalspieler in einem Interview im "Express". "Ich werde zu 90 Prozent bleiben, auch beim Abstieg. Wir verhandeln zurzeit, was man machen kann, auch in Sachen Laufzeit", sagte der 33-Jährige. Eine Entscheidung über seine Zukunft werde unmittelbar vor oder nach dem Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt am 29. März fallen, denn "im Moment ist mein Berater Michael Becker noch in den USA". Im Kellerduell gegen die Hessen hofft der Anfang Januar an den Adduktoren operierte Stürmer auf sein Comeback im Gladbacher Team.
Der VfL Wolfsburg hat sein Interesse an einer Verpflichtung von Thomas von Heesen als Sportdirektor bestätigt. "Darüber haben wir nach seinem Rücktritt in Bielefeld gesprochen. Wir sind so verblieben, dass er sich die Sache überlegt und sich dann bei uns meldet", sagte VfL-Manager Klaus Fuchs der "Sport Bild". Von Heesen war im vergangenen Monat als Trainer von Arminia Bielefeld zurückgetreten und will sich nach Angaben von Fuchs im Laufe des Frühjahrs entscheiden, ob er künftig als Coach oder Sportdirektor arbeiten wolle. Im Falle einer Verpflichtung von Heesens würde sich Fuchs wieder verstärkt um seine Aufgaben als VfL-Geschäftsführer kümmern.
Gut fünf Wochen nach den schweren Krawallen von Leipzig hat die Polizei 21 Ermittlungsverfahren gegen Hooligans abgeschlossen und sucht per Fahndungsfoto nach fünf weiteren mutmaßlichen Tätern. Die Behörde hatte Ende vergangener Woche die ersten beiden Anklagen gegen zwei Leipziger im Alter von 32 und 34 Jahren wegen Landfriedensbruch im besonders schweren Fall in Tateinheit mit versuchter schwerer Körperverletzung erhoben. Der Strafrahmen für diese Taten liegt zwischen mindestens sechs Monaten und zehn Jahren Freiheitsstrafe. Das Amtsgericht Leipzig hat über die Eröffnung des Hauptverfahrens noch nicht entschieden und entsprechend noch keinen Verhandlungstermin festgelegt. Bei den Krawallen nach einer Pokalpartie des Sechstligisten und Ex-Europacup-Finalisten 1. FC Lok Leipzig hatten über 800 Gewalttäter rund 300 Polizisten angegriffen. 39 Ordnungshüter waren dabei verletzt worden.
mt/sid
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