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24.03.2007
 

Kurzpässe

Kahn wirft mit Urinprobe um sich, Eilts mit Kritik

Der ehemalige Nationaltorhüter soll sich seiner Urinprobe unwirsch entledigt haben. Deutschlands U21-Trainer übt Kritik nach einem deutlichen Sieg, Bayerns Ex-Coach fühlt sich reif für die Insel.

Hamburg - Bayern-Torwart Oliver Kahn soll bei einer umstrittenen Dopingkontrolle nach Angaben von Uefa-Kontrolleur Franz Krösslhuber mit einer Urin-Probe um sich geworfen haben. Zu dem Eklat sei es nach dem Achtelfinal-Rückspiel der Champions League zwischen Bayern München und Real Madrid gekommen, als der Kapitän des deutschen Fußball-Rekordmeisters Bayern München plötzlich mit einem vollen Becher vor ihm aufgetaucht sei, sagte der Dopingarzt der "Bild"- Zeitung.

Torhüter Kahn: Kontrolleur bespritzt
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REUTERS

Torhüter Kahn: Kontrolleur bespritzt

Als er Kahn aufgefordert habe, die Probe zu wiederholen, habe dieser den Becher in eine Toilette geschleudert und dabei auch Unterlagen des Kontrolleurs bespritzt. "Zum Glück hatte ich die Formulare in doppelter Ausfertigung dabei", so Krösslhuber. Wegen seines schlechten Benehmens bei der Doping-Kontrolle war Kahn für das Viertelfinal-Hinspiel der Champions League beim AC Mailand gesperrt worden. Die Vereinsführung von Bayern München will erst nach einer Überprüfung der schriftlichen Urteilsbegründung über eine mögliche Berufung entscheiden.

U21-Nationaltrainer Dieter Eilts war trotz des 5:2-Erfolges seiner Mannschaft beim Vier-Nationenturnier gegen Österreich nicht zufrieden: "Das war nicht das wahre Gesicht der Mannschaft und entspricht nicht unseren Möglichkeiten. Ich hoffe, dass wir gegen Tschechien in der Lage sind, wieder eine bessere fußballerische Leistung zu zeigen", sagte Eilts. Vor 2500 Zuschauern hatten Mustafa Kucukovic aus Fürth (20.), Marc-André Kruska (Dortmund/30.), der Gladbacher Robert Fleßers (65.), Serkan Calik (Essen/84.) und Rouwen Hennings vom Hamburger SV (90.+1) die deutschen Tore erzielt. Die Österreicher waren durch Besian Idrizaj (43./Foulelfmeter) und Marko Stankovic (49.) zum zwischenzeitlichen 2:2-Ausgleich gekommen. Am Dienstag trifft das deutsche Team auf Tschechien.

Im Zuge der verschärften Sicherheitsmaßnahmen für das heutige EM-Qualifikationsspiel zwischen Tschechien und der deutschen Nationalmannschaft (20.45 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) wurden am Vormittag 30 Personen an der deutsch-tschechischen Grenze abgewiesen. Wie die tschechische Nachrichtenagentur CTK berichtete, wurden die deutschen Anhänger als Risiko-Gruppe eingestuft. Dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) sowie den zuständigen Behörden in Deutschland und Tschechien lagen Hinweise vor, dass bis zu 1000 gewaltbereite deutsche Sympathisanten ohne Tickets nach Prag reisen wollten. Am Donnerstag war bereits 16 Personen die Einreise nach Tschechien verweigert worden. Am Freitag hatten 402 Fans nach genauen Kontrollen die Grenze passiert. Bereits seit Mittwoch finden verstärkte Grenzkontrollen statt, alle Fahrzeuge Richtung Prag wurden streng kontrolliert. Zudem wurden in der tschechischen Hauptstadt auch die mit dem Zug oder Flugzeug aus Deutschland angereisten Personen unter die Lupe genommen. Die tschechischen Sicherheitskräfte erhielten von deutschen Kollegen Unterstützung, die sich bereits seit Wochenmitte in Prag aufhielten.

Felix Magath erhofft sich für die kommende Saison eine Trainer-Tätigkeit bei einem großen Verein im europäischen Ausland. "Real Madrid dürfte anfragen", sagte Magath, der Ende Januar bei Bayern München beurlaubt worden war, auf einer Veranstaltung der Württembergischen Sportjugend. "Ich habe meine ganze Laufbahn als Spieler und Trainer in Deutschland verbracht. Nun würde ich gerne mal ins Ausland wechseln", so Magath. Auch die Premier League käme in Frage. "England wäre für mich reizvoll, weil Fußball dort am sportlichsten betrieben wird", erklärte Magath. Momentan arbeitet der 53-Jährige als Experte für den Pay-TV-Sender "arena".

Im italienischen Profi-Fußball ist erneut ein Drohbrief mit einer Gewehr- oder Pistolen-Patrone versandt worden. Wie die "Gazzetta dello Sport" heute berichtet, sei ein von der bisher unbekannten "rot-schwarzen Brigade Toskana" unterzeichneter Brief im Sitz des Traditionsklubs AC Mailand eingegangen. In dem Schreiben wurden Trainer Carlo Ancelotti und Torhüter Dida beschimpft. Vor einigen Tagen hatten Clubchef Massimo Moratti von Meister Inter Mailand und Coach Roberto Mancini Morddrohungen erhalten. Wie im Fall Inter hat die Polizei auch bei den Drohungen gegen Milan die Ermittlungen aufgenommen. Ancelotti und der Vizepräsident des Vereins, Adriano Galliani, wurden aufgefordert, die Spieler anzugeben, die nach Meinung der Verfasser des Briefs ihre Pflicht nicht getan hätten. In den vergangenen Monaten waren auf der Geschäftsstelle von Inter Mailand mehrere Protestschreiben eingegangen. Sie richteten sich gegen die Tatsache, dass Inter der Meistertitel 2006 wegen des Manipulations-Skandals am grünen Tisch zugesprochen wurde.

guv/sid/dpa

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