Hamburg - Bayerns Verantwortliche sorgen sich um Sebastian Deisler. Nachdem der ehemalige Nationalspieler Mitte Januar sein Karriere-Ende bekannt gegeben hatte, ist er untergetaucht. In einem Radio-Interview sagte FCB-Manager Uli Hoeneß: "Er ist uns entglitten. Aber meine Haustür steht jederzeit offen für ihn." Nach Information der "Bild"-Zeitung hat der ehemalige Nationalspieler seine Umzugspläne in den Münchener Nobelstadtteil Grünwald wieder verworfen. Nach seinem Rücktritt hatte der 27-Jährige Urlaub in Norwegen und Thailand gemacht. Zuletzt wurde er in Berlin gesehen. Die Bayern versuchten ohne Erfolg, mit Deisler in Kontakt zu treten. Ottmar Hitzfeld sagte: "Ich habe ihm bei meinem Amtsantritt im Februar mehrmals eine SMS geschickt. Aber es kam nie eine Antwort."
Cristiano Ronaldo von Manchester United ist von seinen Kollegen in der Premier League zum besten Spieler des Jahres und zum besten Jungprofi der Saison gewählt worden. Der 22-Jährige ist seit Aston Villa Stürmer Andy Gray 1977 der erste Spieler, der beide Ehrungen in einem Jahr bekommt. "Ich bin sehr stolz", sagte der Portugiese. "Es ist eine spezielle Sache, von seinen Kollegen gewählt zu werden, weil sie die Qualitäten anderer Spieler am besten kennen." Uniteds Teammanager Alex Ferguson nannte Ronaldo den "derzeit besten Spieler der Welt". Der Stürmer erzielte in der Premier-League bereits 16 Tore. Chelseas Didier Drogba belegte bei der Wahl den zweiten Platz vor Ronaldos Teamkollegen Paul Scholes.
Dem FC Barcelona geht im Endspurt um die Meisterschaft anscheinend die Puste aus. Nach der 0:2-Pleite beim FC Villareal durch Tore von Robert Pires (56.) und Marcos (82.) ist der Vorsprung der Katalanen in der spanischen Meisterschaft sieben Spieltage vor Schluss auf einen Punkt vor dem FC Sevilla und zwei Punkte auf Real Madrid geschrumpft. In der Rückrunde konnte das Team um Superstar Ronaldinho nur ein einziges Auswärtsspiel gewinnen und erzielte in den letzten drei Ligaspielen nur ein Tor.
"Barça ist körperlich am Ende. Es geht nichts mehr", schreibt die spanische Fußballzeitung "Marca". Dennoch bestreitet Barcelona morgen ein Freundschaftsspiel beim afrikanischen Champions-League-Sieger Al Ahly in Kairo. Für den Auftritt erhalten die Katalanen eine Gage von zwei Millionen Euro. "Wir sind gut bezahlte Profis, wir müssen so etwas machen", sagte Mannschaftskapitän Carles Puyol, "das mit dem Spiel in Ägypten geht in Ordnung."
Beim letzten Heimspiel von ADO Den Haag gegen den FC Groningen in der holländischen Ehrendivision haben gewaltbereite ADO Anhänger einen Spielabbruch provoziert. Die Krawallmacher hatten Feuerwerkskörper auf das Spielfeld geworfen. In der 49. Minute brach der Schiedsrichter das Spiel beim Stand von 3:0 für die Gäste aus Groningen ab. Zur neuen Saison bezieht Den Haag ein neues Stadion am Stadtrand. Das 83 Jahre alte Zuiderparkstadion soll abgerissen werden. Bürgermeister Wim Deetman sagte: "Die Polizei hat das Zuiderparkstadion noch am Sonntagmorgen nach Feuerwerkskörpern durchsucht und nichts gefunden. Am Eingang wurden alle Zuschauer gründlich kontrolliert. Die Krawallmacher haben das Ansehen des Clubs wieder einmal schwer beschädigt", sagte Deetman. Der niederländische Fußball-Verband (KNVB) will die Partie in jedem Fall fortsetzen.
maa/dpa/sid
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