Hamburg - Die immer neuen Transfergerüchte um die Nationalspieler Miroslav Klose und Torsten Frings sowie neuerdings auch um Spielmacher Diego zerren an den Nerven der Werder-Verantwortlichen. "Es ist nicht gerade angenehm, dass diese Diskussionen im Moment permanent an der Tagesordnung sind", sagt Bremens Trainer Thomas Schaaf.
Ausgerechnet beim Abschlusstraining für das Uefa-Cup-Halbfinale bei Espanyol Barcelona (20.45 Liveticker SPIEGEL ONLINE) kursierte plötzlich die Nachricht, dass sich Klose am Dienstag, also einen Tag vor dem Abflug nach Spanien, in Hannover mit der Bayern-Führung getroffen habe. Werder-Sportdirektor Klaus Allofs zeigte sich von der neuen Entwicklung überrascht: "Wenn das so sein sollte, wäre es wenig stilvoll von den Bayern - kurz vor einem so wichtigen Spiel." Eine offizielle Anfrage aus München - angesichts eines noch mehr als ein Jahr gültigen Vertrags bei Klose eigentlich üblich - hatte es offenbar nicht gegeben. "Wir wissen davon bisher nichts", sagte Bremens Vorstandschef Jürgen L. Born, der allerdings eine "Reaktion der Bayern" erwartete. Nichtsdestotrotz war für Allofs sofort eines klar: "Wir werden Miro mit Sicherheit nicht nach München ziehen lassen. Außerdem weiß ich, dass die Bayern für ihn auch nie die erste, zweite oder dritte Wahl war."
Die Verhandlungen zwischen Bayer Leverkusen und dem 1. FC Köln um Nationalspieler Patrick Helmes sind beendet. Der 23 Jahre alte Angreifer wird von der Saison 2008/2009 in Leverkusen spielen. Seine Entscheidung sei gefallen, erklärte Helmes im "kicker": "Ich werde beim 1. FC Köln keinen Vertrag über 2008 hinaus unterschreiben. Weder jetzt noch irgendwann nächste Saison! Egal, wie es läuft."
Michael Meier, Manager des Zweitligisten Köln, bestätigte auf dpa-Anfrage den Sachverhalt. "Das ist keine Überraschung, wir haben damit gerechnet. Mich persönlich hat Patrick Helmes allerdings nicht informiert", sagte Meier. Sicherlich könne man darüber streiten, dass Helmes seine Entscheidung über Medien kommuniziert habe. "Aber es bringt nichts, dass wir jetzt Salz in die Wunde streuen", ergänzte er. Fakt bleibe, dass Helmes auf jeden Fall bis 30. Juni 2008 in Köln spiele. "Damit werden wir eine gute Offensiv-Abteilung haben", sagte Meier.
Helmes hatte bereits einen Vertrag bei Bayer Leverkusen unterzeichnet, den die Deutsche Fußball Liga (DFL) allerdings für ungültig erklärte hatte, weil die Kölner eine Verlängerungs-Option bis 2008 rechtzeitig gezogen hatten.
Stürmer Danijel Ljuboja vom Hamburger SV möchte nach Frankreich zurückkehren. Der Serbe bestätigte im "kicker", dass der RC Lens und der AS St. Etienne an ihm interessiert seien. Ljuboja ist derzeit beim HSV aufgrund von disziplinarischen Verfehlungen und mangelnder Fitness aus dem Erstliga-Kader aussortiert. Der 28-Jährige ist bis Saisonende vom VfB Stuttgart ausgeliehen, auf ihr Vorkaufsrecht werden die Hanseaten aber verzichten. Auch bei den Schwaben spielt Ljuboja trotz Vertrages bis 2009 in den Planungen keine Rolle mehr.
Sechs Jahre nach der Stadion-Katastrophe von 2001 öffnet das Ellis-Park-Stadion in Johannesburg erstmals wieder für das südafrikanische Derby am kommenden Samstag zwischen den Fußball-Clubs Kaizer Chiefs und den Orlando Pirates seine Tore. Ein hohes Maß an Sicherheitsvorkehrungen sowie die Reduzierung der Eintrittskarten von 60.000 auf bereits verkaufte 48.000 Tickets sollen den Anhängern die Angst vor der Vergangenheit nehmen. Am 11. April 2001 waren bei einer Massenpanik 43 Fans zu Tode getrampelt oder zerquetscht worden, da die WM-Arena für 2010 bei dem Duell der Erzfeinde hoffnungslos überfüllt gewesen war. Seitdem fanden die Spiele zwischen den Chiefs und den Pirates im FNB-Stadion (Soccer City) im Südwesten von Johannesburg statt. Das WM-Final-Stadion ist derzeit aber wegen Modernisierungsarbeiten geschlossen.
fpf/sid/dpa
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