Bremen - "Es war wichtig, dass wir das jetzt vor dem Spiel bekannt gegeben haben, um die Spekulationen zu beenden", sagte Klose. Zu seiner Zukunft befragt, blieb er klare Aussagen jedoch schuldig und antwortete lediglich: "Es ist noch alles möglich." Werder-Manager Klaus Allofs begrüßte diesen Schritt: "Wir sind froh, dass diese Entscheidung jetzt endlich gefallen ist. Es gab von Anfang an drei Möglichkeiten. Miro hätte seinen Vertrag verlängern, ins Ausland wechseln oder bis zum Ende der Laufzeit bei Werder bleiben können. Er hat sich für die dritte Möglichkeit entschieden."
Werder hätte nur bei einem vorzeitigen Wechsel Kloses in diesem Sommer noch eine Transferentschädigung erzielen können. In einem Jahr kann Klose ablösefrei wechseln. Zuletzt war Klose mit Bayern München und dem FC Barcelona in Verbindung gebracht worden. Heute hatte die "Sportbild" berichtet, Kloses Berater hätte bereits einen Vierjahresvertrag beim spanischen Topclub FC Barcelona für den 28-Jährigen ausgehandelt.
Die "Süddeutsche Zeitung" hatte heute dagegen berichtet, dass sich der FC Bayern neben Weltmeister Luca Toni (AC Florenz) auch die Dienste des Nationalstürmers für die kommende Saison gesichert habe. Angeblich sollen zwei Verträge für Klose vorgelegen haben: einer ab 1. Juli 2007 und einer ab 1. Juli 2008. Kloses heutige Entscheidung untermauert indirekt die Informationen der "SZ", dass Klose sich mit dem FC Bayern schon über einen Wechsel nach München im Sommer 2008 einig sein soll.
"Wenn Toni und Klose bei Bayern vorne miteinander spielen würden, wäre das toll, nicht nur für uns, sondern für die ganze Liga", hatte FCB-Boss Franz Beckenbauer gestern Abend beim Pay-TV-Sender "Premiere" zu dem möglichen großen Stürmer-Deal des Rekordmeisters gesagt. Mit offiziellen Fakten mauerten die Bayern-Macher jedoch. "Wir haben im Vorstand beschlossen, dass wir über Namen gar nichts mehr sagen", sagte Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld im Interview mit "FCB.tv" heute.
Man dürfe sich nicht immer darauf verlassen, was in der Zeitung stehe, so Hitzfeld: "Die Gerüchteküche brodelt langsam über." Fakt sei, dass man intensiv plane und "viele Gespräche" führe. "Wir sind intensiv dabei, die Mannschaft zu verstärken. Aber der FC Bayern wird erst Namen nennen, wenn alles in trockenen Tüchern ist."
Allofs hatte jedoch heute im "Weser-Kurier" erneut bekräftigt, dass Klose in diesem Sommer "definitiv keine Freigabe für einen deutschen Club" erhalten werde. Nur ein Transfer ins Ausland wäre möglich gewesen. "Jetzt haben wir die nötige Klarheit, um mit voller Kraft die letzten Aufgaben dieser Saison anzugehen", erklärte Allofs erleichtert.
Bremens Sportchef verspricht sich von der Einigung eine Bündelung der Kräfte, gerade für die wichtige Uefa-Cup-Partie am Donnerstag (20.45 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE). Schließlich brauchen die Hanseaten wieder einmal ein grün-weißes Wunder, um trotz der 0:3-Hinspielniederlage gegen Espanyol Barcelona das Endspiel um den Uefa-Pokal zu erreichen. Auch Trainer Thomas Schaaf zeigte sich erfreut: "Ich glaube, dass das auch für die Fans eine Aussage ist, mit der sie gut klar kommen können."
mig/sid/dpa
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