Hamburg - Die "Bild"-Zeitung prophezeit trotz der gestern erzielten Einigung zwischen Bremen und seinem Stürmer, einen "schmutzigen" Kampf um Klose. Den Bayern wären "alle Mittel recht", um ihren Wunschspieler zum Rekordmeister zu holen. Das Treffen der Bayern-Verantwortlichen Uli Hoeneß und Ottmar Hitzfeld in einem Hotel in Hannover mit Klose und dessen Berater inklusive der im Anschluss an die Öffentlichkeit gedrungenen Information, der WM-Torschützenkönig wechsle sicher nach München, könne demnach lediglich der Anfang dieser "unwürdigen Vorstellung" sein.
Wenn die Saison vorbei sei, würde der FC Bayern einen neuen Angriff auf eine Verpflichtung des 28-Jährigen vornehmen. Da der Wechsel ohnehin für 2008 beschlossen sei, so die Zeitung, würden die Bayern versuchen, die Ablösesumme von rund 15 Millionen Euro, die bei einem Wechsel ins Ausland fällig gewesen wäre, zu drücken und die Bremer unter Druck zu setzen. "Nach dem Motto: Wir kriegen Klose sowieso. Wenn nicht jetzt, dann eben in einem Jahr."
Werder könnte nur bei einem vorzeitigen Wechsel Kloses in diesem Sommer noch eine Transferentschädigung erzielen. In einem Jahr kann Klose ablösefrei wechseln.
Auch die Bremer seien sich sicher, dass die Bayern noch nicht aufgegeben hätten. Offiziell fahre Allofs weiter seinen Anti-Bayern-Kurs, schreibt die Zeitung. Intern aber sei Werder längst mit einem Notfall-Plan beschäftigt. Und auch wenn Manager Klaus Allofs gestern froh verkündete, dass der Verein nun "die nötige Klarheit" habe, so ist die Ruhe in Bremen nicht eingekehrt.
So geht auch die "Süddeutsche Zeitung" von einem vereinbarten Wechsel Kloses zu den Bayern für das kommende Jahr aus und wirft die Frage auf, ob die Fans in Bremen eine ganze Saison einem künftigen Bayern-Spieler zujubeln wollten. Die Einigung mit Klose klinge nicht nach großer Liebe. Eher nach Ehevertrag, kommentiert die Zeitung.
Dennoch verspricht sich Bremens Sportchef von der Einigung eine Bündelung der Kräfte, gerade für die wichtige Uefa-Cup-Partie heute (20.45 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE). Schließlich brauchen die Hanseaten wieder einmal ein grün-weißes Wunder, um trotz der 0:3-Hinspielniederlage gegen Espanyol Barcelona das Endspiel um den Uefa-Pokal zu erreichen.
"Toll für die ganze Liga"
Die "SZ" hatte zuvor berichtet, dass sich der FC Bayern neben Weltmeister Luca Toni (AC Florenz) auch die Dienste des Nationalstürmers für die kommende Saison gesichert habe. Angeblich sollen zwei Verträge für Klose vorgelegen haben: einer ab 1. Juli 2007 und einer ab 1. Juli 2008.
"Wenn Toni und Klose bei Bayern vorne miteinander spielen würden, wäre das toll, nicht nur für uns, sondern für die ganze Liga", hatte FCB-Boss Franz Beckenbauer beim Pay-TV-Sender "Premiere" zu einem möglichen großen Stürmer-Deal des Rekordmeisters gesagt.
fpf/sid/dpa
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Jeder Spieler hat die Freiheit, z.B. nur 1-Jahres-Verträge abzuschließen. Allerdings sind die den Vereinen nicht so wertvoll und werden entsprechend niedrig dotiert. Für längerfristige Verträge gibt es mehr Jahressalär, [...] mehr...
Bei der ganzen Diskussion ist eines eigentlich bedenklich...Heißt es nicht im GG, dass jeder Deutscher frei seine Arbeit(geber) wählen kann. Aber nicht so im Profifußball. Diese Leute kriegen eine Menge Geld, für mich kriegen die [...] mehr...
Glauben sie mir, in dem Moment in dem der Schiedrichter auf dem Platz eine Entscheidung trifft, denkt er nicht im geringsten an irgendeine Bayernlobby oder Ähnliches. Nicht einmal unterbewusst. mehr...
am liebsten waere es mir wenn, wenn die schiedsrichter korrekt pfeiffen. aber die deutschen schiris haben angst vor den bayern bzw. vor der grossen lobby die der fcb beim dfb hat. mehr...
ich haette auch noch diego, lincoln und die schweizer fraktion mit streller und frei aufzaehlen koennen. falsch: nur wenn ein foul vorliegt ist der schiedsrichter gezwungen zu pfeiffen und nicht jede beruehrung die [...] mehr...
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