Hamburg - Arjen Robben bleibt beim FC Chelsea und gibt damit dem Werben des FC Bayern München nicht nach. "Ich werde kommende Saison hier sein, das ist sicher", sagte der niederländische Nationspieler trotz zeitweiliger Differenzen mit Teammanager José Mourinho und kündigte an: "Ich habe jetzt sechseinhalb Wochen Pause, danach werde ich frisch zurückkommen. Ich will wieder der Robben der ersten Saison bei Chelsea werden." Damit dürfte sich die Verpflichtung des 23 Jahre alten Flügelspielers für den FC Bayern endgültig erledigt haben.
Auch aus Bremen gibt es keine erfreulichen Nachrichten: "Weil Torsten Frings und Miroslav Klose bleiben, steht der Kader ja weitestgehend", sagte Werder-Manager Klaus Allofs heute und kündigte damit an, für die kommende Spielzeit keine großen Transfers tätigen zu wollen. Der Sportdirektor des Bundesliga-Dritten sagte: "Wir müssen für die kommende Saison nicht viel ändern. Wir sind nicht in Zugzwang."
Allofs bekräftigte mit seinen Aussagen, dass Klose auch in der kommenden Saison bei Werder Bremen spielen soll. Es bleibt damit bei dem Bremer Vorstandsbeschluss, dass der von Bayern München umworbene Nationalstürmer nicht zu einem Konkurrenten in der Bundesliga gehen darf.
Bremens Trainer Thomas Schaaf hat zudem den Ablauf der Entlassung seines Kollegen Klaus Augenthaler beim VfL Wolfsburg kritisiert. "Man wünscht keinem Kollegen, einen Tag vor dem Spiel so eine Entscheidung mitgeteilt zu bekommen", sagte Schaaf in der NDR-Sendung "Sport-Club". Unmittelbar nach dem Abpfiff der Partie der Wolfsburger gegen Bremen (0:2) gab der VfL die Trennung von Augenthaler bekannt. "Dass ein Trainer entlassen wird, ich denke, das gehört zum Geschäft dazu", sagte Schaaf. Es wäre aber "vielleicht vorher die Zeit gewesen, wenn man diese Überlegung hatte".
Nach der Entlassung von Klaus Augenthaler hilft Team-Manager Roy Präger gemeinsam mit Torwarttrainer Jörg Hoßbach aus. Sie werden das Team, das am kommenden Mittwoch auf Argentinien-Reise geht, betreuen. Der VfL spielt am Samstag in Buenos Aires gegen River Plate. Ein neuer Trainer für den VfL soll in den kommenden zwei Wochen gefunden werden.
Der österreichische Meister Red Bull Salzburg könnte nach Ansicht seines Besitzers Dietrich Mateschitz künftig in der deutschen Bundesliga mitspielen. "Es wäre denkbar, dass es eine Kampfmannschaft gibt, die in Deutschland spielt, und ein Nachwuchsteam, das in Österreich noch immer um den Titel mitspielt", sagte der Konzernchef in einem Interview der "Salzburger Nachrichten". Ähnliche Überlegungen gibt es auch für die Eishockey-Mannschaft von Red Bull Salzburg, die eine Aufnahme in die Deutsche Eishockey-Liga (DEL) in Erwägung zieht. Der Einstieg in die deutsche Bundesliga sei allerdings derzeit nicht mehr als eine Überlegung, sagte Milliardär Mateschitz, dem auch die Formel-1-Rennställe Red Bull und Toro Rosso sowie der US-Fußball-Club Red Bull New York gehören: "Das ist ein Modell, das wir analysieren nach Stärken und Schwächen. Das ist zumindest theoretisch ein Modell, das ziemlich viel hätte."
Herbert Fandel wird in Athen das Champions-League-Finale zwischen dem AC Mailand und dem FC Liverpool am kommenden Mittwoch (20.45 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) leiten. "Ich bin schon ein Stück stolz. Aber es ist gleichermaßen ein Kompliment für die deutschen Schiedsrichter", sagte Fandel. Seit 28 Jahren ist der Fifa-Referee als Unparteiischer tätig. Neben 200 Bundesliga-Spielen gehörten bislang die DFB-Pokalfinals 2004 und 2006 sowie im vergangenen Jahr das Uefa-Cup-Endspiel zwischen dem FC Sevilla und dem FC Middlesbrough (4:0) in Eindhoven zu den Höhepunkten seiner Karriere. Die Nichtnominierung für die WM in Deutschland hat Herbert Fandel längst verarbeitet: "Man denkt zwar immer mal wieder daran. Aber eigentlich bin ich ganz froh, dass ich nicht dabei war. Die Schiedsrichter sind dort ja nicht so gut weggekommen."
fpf/sid/dpa
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