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25.05.2007
 

Aufsteiger

St. Pauli zurück in Zweiter Liga - Randale nach Spiel

Nach vier Jahren in der Regionalliga Nord kehrt der FC St. Pauli in die Zweite Liga zurück. Dem Kiezclub genügte ein Unentschieden gegen Dynamo Dresden, um den Aufstieg perfekt zu machen - nach dem Spiel gab es in Hamburg Randale mit Verletzten. Um den zweiten Aufstiegsplatz kämpfen noch vier Vereine.

Hamburg - Nach dem 2:2 gegen Dynamo Dresden Mit nunmehr 62 Punkten ist St. Pauli nicht mehr von einem der ersten beiden Tabellenplätze zu verdrängen. Vor 15.400 Zuschauern im seit Wochen ausverkauften Millerntor-Stadion gingen die Hamburger in der 14. Minute durch einen von Charles Takyi verwandelten Foulelfmeter in Führung. Marvin Braun war zuvor gefoult worden.

Die Dresdner, die wegen eines Staus zum Teil verspätet und mit Taxis im Stadion eintrafen, benötigten einen längeren Anlauf, um ins Spiel zu kommen. Obwohl sie sich selbst noch Hoffnungen auf den Aufstieg machten, kamen sie bis zur 40. Minute nicht ein Mal in die Nähe des Hamburger Tores. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit gelang den Gästen durch einen Distanzschuss von Pavel David der Ausgleichstreffer.

Nach der erneuten Pauli-Führung durch Carsten Rothenbach in der 83. Minute, glich abermals David in der Nachspielzeit aus. Doch das änderte nichts mehr am Aufstieg der St. Paulianer. "Mit meinem ersten Saisontor habe ich den Aufstieg gesichert. Wahnsinn, ich kann es nicht fassen", jubelte Torschütze Rothenbach.

Während der gesamten Partie wirkten die Platzherren trotz ihrer Feldüberlegenheit nervös und zitterten sich in einer hektischen Schlussphase förmlich in die Zweite Liga. Auf der eigens abgesperrten Reeperbahn feierten rund 40.000 Fans die Rückkehr in die zweithöchste Spielklasse.

Nach dem Spiel kam es zu Ausschreitungen. St.-Pauli- und Dynamo-Dresden-Fans bewarfen sich an einem U-Bahnhof in Stadionnähe mit Bierflaschen und Steinen. Auch Polizisten wurden getroffen. Die Polizei setzte drei Wasserwerfer ein, um die Menge auseinander zu treiben. 500 St.-Pauli-Fans, darunter 200 Randalierer aus der linksextremen Szene, zählte die Polizei. Bei den Krawallen wurden sowohl Fans als auch Polizisten verletzt. Es gab mehrere Festnahmen.

Für den zweiten Aufstiegsplatz können sich bei zwei ausstehenden Spielen neben dem Tabellenzweiten 1. FC Magdeburg (59 Punkte) auch noch der VfL Osnabrück (55) und der Wuppertaler SV (54) qualifizieren. Nur noch theoretisch sind die Chancen von Kickers Emden (53). Siegt Magdeburg morgen in Emden, dann sind die Elbstädter aufgestiegen.

all/sid/dpa

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