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24.06.2007
 

Kurzpässe

Sevilla schlägt Schuster, Klasnic bleibt Bremer

Das etwas andere Triple: Der FC Sevilla hat sich seinen dritten Pokal in dieser Saison gesichert und Bernd Schuster damit einen Triumph verwehrt. Premiere fordert erneut die Sportschau heraus. Ivan Klasnic wird seinen Vertrag, der in dieser Woche ausläuft, verlängern.

Hamburg - Nach der offenbar überstandenen Nierenerkrankung wird Stürmer Klasnic auch nach dem 30. Juni für Werder Bremen spielen. "Ich werde noch in dieser Woche unterschreiben. Durch meinen Urlaub hat sich alles verzögert. Aber alles ist besprochen", sagte der kroatische Nationalspieler der "Bild am Sonntag". Klasnic hatte sich im Januar und März jeweils einer Nierentransplantation unterziehen müssen und trainert erst seit der vergangenen Woche wieder mit dem Ball. Von den Bremern war ihm bereits kurz nach der Diagnose zugesichert worden, einen neuen Kontrakt zu unveränderten Konditionen vorgelegt zu bekommen.

Getafe-Trainer Schuster: Erfolglos dirigiert
DPA

Getafe-Trainer Schuster: Erfolglos dirigiert

Der FC Sevilla hat zum vierten Mal den spanischen Pokal gewonnen und damit die erfolgreichste Saison seiner Vereinsgeschichte gekrönt. Der Uefa-Cup-Sieger und Gewinner des europäischen Supercups bezwang im Finale in Madrid den von Bernd Schuster trainierten FC Getafe 1:0 (1:0).

Vor 80.000 Zuschauern im Stadion Santiago Bernabeu in Madrid erzielte Frederic Kanouté bereits in der elften Minute den entscheidenden Treffer und sicherte seinem Club den ersten nationalen Titel seit 59 Jahren. Eine Minute vor dem Ende sah der Torjäger aus Mali nach einer Tätlichkeit die Rote Karte. Der ehemalige deutsche Nationalspieler Bernd Schuster, der als Coach bei Real Madrid im Gespräch ist, wartet somit nach der ersten Finalteilnahme von Getafe weiterhin auf den ersten Titel seiner Trainerkarriere. Als Spieler hatte er den spanischen Cup sechsmal gewonnen.

Der Pay-TV-Sender Premiere hat zwei Jahre vor Ende der laufenden Fernseh-Verträge für die Übertragungen der Fußball-Bundesliga ein erneutes Angebot angekündigt. "Mehr Geld für mehr Exklusivität", nannte Premiere-Firmensprecher Stefan Vollmer in der "Welt am Sonntag" das Konzept, das auf eine Abschaffung der ARD-Sportschau zum bisherigen Sendetermin um 18.30 Uhr abzielt. Mit der gleichen Forderung war Premiere bei der letzten Ausschreibung angetreten und gescheitert. Die Liga hatte die Pay-TV-Rechte im Dezember 2005 an den neuen Premiere-Konkurrenten Arena vergeben. Die Ausschreibung für die neuen Verträge beginnt frühestens am Ende des laufenden Jahres.

Spätere Sendezeiten für die Zusammenfassung der Höhepunkte im Free-TV waren bereits häufiger in der Diskussion. "Auch die Sportschau ist grundsätzlich nicht unantastbar", wiederholte Liga- Präsident Wolfgang Holzhäuser seine Position in der "Welt am Sonntag". "Wenn man sich auf finanzielle Stufen wie in England oder Italien bewegen will, muss man überlegen, wie man dies bewerkstelligen will. Hinsichtlich dessen wird ja bereits seit Jahren auch über veränderte Anstoßzeiten nachgedacht." Martin Kind, Clubchef von Hannover 96, sagte: "Die Sportschau hat natürlich ein sehr großes Standing. Wir müssen aber auch einen anderen Weg diskutieren dürfen, oder die ARD eben in den neuen Vertrag finanziell stärker einbinden."

Die derzeitigen TV-Verträge der Bundesliga laufen seit Juli 2006 und gelten noch zwei Spielzeiten. Das Gesamtvolumen beträgt mehr als 1,2 Milliarden Euro. Mit rund 660 Millionen Euro zahlt der Pay-TV- Sender Arena den größten Anteil.

Aufsteiger Karlsruher SC startet heute als erster Club in die neue Bundesliga-Saison. Trainer Edmund Becker musste beim Trainingsauftakt allerdings auf die drei Neuzugänge Alexander Iaschwili (SC Freiburg), Andreas Görlitz (FC Bayern München) und Tamas Hajnal (1. FC Kaiserslautern) verzichten. Auch der Albaner Edmond Kapllani und der Südafrikaner Bradley Carnell fehlten nach Nationalmannschafts-Einsätzen. Die anderen Neulinge Christopher Reinhardt (Eintracht Frankfurt), Christian Timm (SpVgg Greuther Fürth) und Stefan Buck (SpVgg Unterhaching) waren wie der Rest der bisherigen KSC-Mannschaft dabei.

fpf/sid/dpa

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