Es gibt ihn noch, den Zweifler beim FC Bayern. In den vergangenen Tagen hatte er den Mund zu einem Strich zusammengepresst und stapfte mit verspannter Mine durchs Mannschaftshotel in Donaueschingen. Man sah ihn kaum lächeln, nicht einmal nach dem 4:0-Sieg beim Schweizer Zweitligisten Schaffhausen. Uli Hoeneß hat sich nach den Qualen der Vorsaison und den Transferkämpfen des Sommers noch nicht wieder entspannt. "Wir sind alle nervös und unruhig, wie das passt", sagte der Manager der Bayern zu Wochenbeginn.
Die Investitionen waren gewaltig und die Wende in der Vereinspolitik damit nicht minder, Hoeneß ist damit kräftig ins Risiko gegangen. Doch eigentlich hätte sich seine Stimmung deutlich aufhellen können, wenn er den ersten Eindrücken seiner neuen Mannschaft schon getraut hätte. Es deutete sich an der Quelle der Donau nämlich etwas an, das nicht weniger als eine Sensation wäre: Dieser FC Bayern München könnte richtig Spaß machen.
Nach der ersten ganz großen Ära des Clubs zu Beginn der siebziger Jahre, stand der Rekordmeister selten einmal für wirklich attraktiven oder auch nur interessanten Fußball. Totale Dominanz übten die Bayern zwar oft aus, aber viele Titelgewinne der letzten anderthalb Jahrzehnte waren eher Triumphe der Zweckmäßigkeit. Durch den Millionenrausch dieses Sommers scheint aber mehr als nur ein Haufen guter Spieler zusammengekommen zu sein, mit dem man wieder an die Spitze kommt. Es besteht die Aussicht auf eine Mannschaft, die ihre Ziele nicht nur minimal kalkulierend zu erreichen versucht.
Noch ist das alles in den frühesten Anfängen, doch selbst da schon kann man erkennen, dass in der neuen Mannschaft drei Spieler zusammengekommen sind, bei denen man das Gefühl hat, sie hätten ihr ganzes Leben darauf gewartet, endlich in einem Team zu spielen. Bei zwei von ihnen merkte es Ottmar Hitzfeld nach dem Test in Schaffhausen an: "Es ist erstaunlich, wie gut Klose und Toni zusammengespielt haben, schließlich sind beide Torjäger."
Doch schon jetzt ist klar, dass die beiden keine konkurrierenden Egoisten sind, sondern instinktiv eine Aufteilung im Sturm gefunden haben, die beiden gefällt und Gültigkeit behalten könnte. Luca Toni ist dabei als die vorderste Spitze nicht nur kopfballstarker Rammbock und hochgefährliche Tormaschine, sondern kann durchaus in feine Kombinationen eingebunden werden. Miroslav Klose spielte auf eine Weise um ihn herum, wie man es bei ihm in Bremen oder bei der Nationalmannschaft schon oft gesehen hat. Dabei war unübersehbar, dass Klose auf dem besten Weg zu der Form ist, die er im Laufe seiner Transferwirren vollständig verloren hatte.
Die wahre Sensation und die Komplettierung des Trios ist aber der von seinen neuen Mitspielern eifrig bestaunte Frank Ribery. Der Franzose hat mit seiner atemberaubenden Schnelligkeit, vor allem aber mit seiner spürbar unersättlichen Lust auf Fußball alle Chancen, zu einer der großen Attraktionen der Bundesliga zu werden. Außerdem könnte er von der Position auf der linken Seite der Spielmacher der Bayern sein, den es nominell nicht geben soll. Ribery kann nicht nur gut flanken oder spektakulär dribbeln, er ist auch in der Lage, ein Spiel zu entwickeln.
So manche Abwehrreihe in der Bundesliga könnte in der kommenden Saison alptraumhafte Momente erleben, denn Ribery, Klose und Toni passen auf dem Platz schon jetzt erschreckend gut zusammen. Alle drei wirken wie Mannschaftsspieler, unkompliziert und ohne Allüren. Ottmar Hitzfeld wird gar nicht viel mit ihnen an irgendwelcher Abstimmung arbeiten müssen, eigentlich braucht er ihnen nur den Ball zum Spielen hinzuwerfen. Das ist zwar noch keine ganze Wahrheit über das Spiel einer Mannschaft, aber mit den Tagen von Donaueschingen liegt ein Versprechen in der Luft. Es kündet von einem Spaßfußball, der vielleicht auch Uli Hoeneß irgendwann wieder lächeln lässt.
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Hallo MOUXIN, nette Weihnachtgeschichte. Aber mit viel mehr Ernst dabei, als man momentan glauben will! Glaubst du denn wirklich, das dem Ulmer Metzgersohn die riesengroßen Schuhe des Kaisers passen? Meine kleine Änderung zu [...] mehr...
da lag ich falsch! 1803 kam Franken auf Grund des von Napoleon herbeigeführten Reichsdeputationshauptschlußes zu Bayern, die Reichsstadt Nürnberg folgte 1806 (Ende des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation). aber [...] mehr...
Der Name Napoleon Bonaparte sagt Ihnen ( oder Dir ) nichts? mehr...
ein bischen Spass muss sein!! auf jeden fall kann der ULI jetzt nicht mehr klagen, die ausalendischen VEreine mit ihren grossen Geldbeuteln kaufen alle guten Spieler weg, nach dem ers elber schnell mal 85 Mio aus der [...] mehr...
Ich will doch mal schwer hoffen, daß Du ein bisserl blödelst, was die fränkische Geschichte angeht *StoßgebetzumHimmelschick*... Leider gibt es Leute, deren Geschichtskenntnisse tatsächlich so aussehen, daher wollte ich [...] mehr...
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