Von Philipp Köster
3. Rudi Kargus, Udo Horsmann, Thomas Brunner u.a. (1. FC Nürnberg)
Zu einer Massensuspendierung wie in Frankfurt kam es 1984 beim Club. Nach einem enttäuschenden 1:1 gegen Rot-Weiß Oberhausen bat Trainer Heinz Höher seine Mannen um sechs Uhr in der Früh zum Straftraining. Doch lediglich fünf Spieler erschienen zu diesem Pflichttermin. Der Rest der Mannschaft boykottierte das Straftraining und forderte obendrein in einem offenen Brief die Ablösung des Coaches. Ohne Erfolg.
Club-Präsident Gerd Schmelzer stellte sich hinter den Trainer und suspendierte stattdessen die ausgemachten Rädelsführer Kargus, Horsmann, Lottermann, Krella, Weyrich, Walz und Brunner fristlos. Einzig Thomas Brunner wurde kurze Zeit später begnadigt. Allerdings nur aus dem Grund, weil sein Transferwert fatalerweise als Sicherheit an eine Bank überschrieben worden war. Der gesamte Vorfall ging als "Oktober-Revolution" in die Nürnberger Vereinsgeschichte ein.
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