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10.08.2007
 

Bundesliga-Auftakt

Schalker erkämpfen sich Remis in Stuttgart

Der Ball rollt endlich wieder: Stuttgart und Schalke lieferten sich zum Auftakt der 45. Bundesliga-Saison ein spannendes Duell - ohne Sieger. Der Meister machte das Spiel, die Schalker konzentrierten sich auf Konter. Noch ist bei beiden Teams jedoch noch Luft nach oben.

Stuttgart - Knapp drei Monate nach dem Titelgewinn mussten sich die Stuttgarter zum Auftakt im Duell mit Schalke 04 mit einem 2:2 (0:1) begnügen. Schalke trotzte dem VfB bei der Teilwiedergutmachung für die verspielte Meisterschaft zumindest einen Punkt ab und ist für das nächste Heimspiel gegen Revier-Rivale Borussia Dortmund gewappnet.

Nach der Führung durch einen abgefälschten Schuss von Lewan Kobiaschwili (25.) sorgten Sami Khedira (63.) und der Mexikaner Pavel Pardo (67./Foulelfmeter) mit einem Doppelpack innerhalb von fünf Minuten zunächst für die Wende. Den Ausgleich für die Gäste markierte der kroatische Zugang Ivan Raktic in der 76. Minute.

Dabei waren die Schalker bereits auf der Siegerstraße. Kobiaschwili hatte die Gäste durch einen von Nationalspieler Roberto Hilbert abgefälschten Schuss überraschend in Führung gebracht, ehe die Stuttgarter noch für die Wende sorgten. Zunächst glich Khedira mit einem platzierten Schuss aus zwölf Metern aus, anschließend verwandelte der Mexikaner Pardo einen von Schalkes Schlussmann Manuel Neuer an VfB-Zugang Ciprian Marica verschuldeten Elfmeter. In der Folge war der VfB näher am dritten Tor als die Schalker am zweiten. Den Treffer erzielte dennoch, überraschend wie beim 1:0, der Vizemeister.

"Wir waren die bessere Mannschaft", sagte VfB-Manager Horst Heldt nach dem Schlusspfiff, "aber wir haben gegen eine gute Mannschaft ein Unentschieden geholt. Damit können wir zufrieden sein." Trainer Armin Veh fand die Punkteteilung indes nicht so gut: "Das Ergebnis passt mir nicht. Wir haben guten Fußball gespielt und mehr Spielanteile." Auch VfB-Nationalspieler Roberto Hilbert trauerte zwei Punkten nach: "Wir haben ein Superspiel abgeliefert. Da wäre mehr für uns drin gewesen." Der Trainer Schalker, die zuletzt drei Niederlagen in Stuttgart kassiert hatten, konnten mit dem Remis gut leben. "Ich bin sehr froh, denn es ist sehr schwer, gegen den VfB zu gewinnen", sagte Mirko Slomka.

Schalke beschränkte sich weitgehend auf die Defensive und brachte in der ersten Hälfte nach vorne nur wenig zu Stande. Kuranyi, der mit seiner Kritik an Schalkes Transferpolitik für Unruhe im Club gesorgt hatte, trat nur selten in Erscheinung. Dagegen machte Mesut Özil, der zunächst den Vorzug vor Rakitic erhielt, ein gutes Spiel, wurde aber zur zweiten Halbzeit vom Ex-Frankfurter Jermaine Jones abgelöst.

Stuttgart konnte zu Beginn an die vergangene Saison anknüpfen und spielte schnell nach vorne. Mit der glücklichen Führung der Schalker verlor der Meister jedoch ein wenig seine gute Linie.

In der zweiten Halbzeit überschlugen sich dann die Ereignisse, dabei war Schalke nach der Führung abgeklärter und hätte den Vorsprung ausbauen müssen. Doch Christian Pander verfehlte mit einem Freistoß knapp das Tor (54.). Drei Minuten später rettete Stuttgarts Torhüter Raphael Schäfer gegen Fabian Ernst.

Der vor der Partie als Trainer des Jahres ausgezeichnete Armin Veh hatte die VfB-Startelf im Vergleich zum mühsamen 2:1 in der ersten Runde des DFB-Pokals bei Zweitliga-Neuling SV Wehen Wiesbaden auf drei Positionen geändert. Der Brasilianer Cacau rückte nach seiner Rotsperre im Pokal neben Marica in den Angriff, Pardo übernahm wieder die Rolle als Chef im defensiven Mittelfeld und in der Innenverteidigung spielte Serdar Tasci für den gesperrten Gledson. Nationalstürmer Mario Gomez, der zum Fußballer des Jahres gewählt worden war, fehlte hingegen wegen einer Oberschenkelzerrung.

Bei Schalke verzichtete Trainer Slomka zu Beginn auf alle neuen Spieler. Mladen Krstajic rückte für Heiko Westermann in die Abwehr. Der kroatische Neuzugang Ivan Rakitic saß zunächst auf der Bank, ehe er nach seiner Einwechslung in der zweiten Halbzeit mit seinem Tor zum 2:2 seine Klasse unterstrich.

VfB Stuttgart - Schalke 04 2:2 (0:1)
0:1 Kobiaschwili (25.)
1:1 Khedira (63.)
2:1 Pardo (67., Foulelfmeter)
2:2 Rakitic (76.)
Stuttgart: Schäfer - Hilbert, Tasci, Meira, Boka - Pardo - Khedira, Hitzlsperger, da Silva (84. Farnerud) - Marica (77. Ewerthon), Cacau. - Trainer: Veh.
Schalke: Neuer - Rafinha, Bordon, Krstajic, Pander - Ernst, Kobiaschwili (70. Rakitic) - Özil (46. Jones) - Asamoah (81. Bajramovic), Kuranyi, Lövenkrands. - Trainer: Slomka.
Zuschauer: 55.000 (ausverkauft)
Schiedsrichter: Fandel (Kyllburg)
Gelbe Karten: Marica, Boka, Farnerud, Pardo / Kuranyi, Jones, Krstajic

fpf/sid/dpa

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