Bremen - Werder gewann gegen die Gäste aus Zagreb 2:1 (0:1) und wahrte durch den Erfolg die Chance auf die Teilnahme an der Champions League. Vor 26.136 Zuschauern im Bremer Weserstadion geriet der ersatzgeschwächte Bundesligist durch Bosko Balaban (45.+1 Minute) kurz vor der Pause in Rückstand. 38 Sekunden nach Wiederanpfiff glich der eingewechselte Portugiese Hugo Almeida (46.) aus. Der ebenfalls eingewechselte Daniel Jensen erzielte in der 85. Minute den Siegtreffer für Bremen. Sein Schuss aus 23 Metern landete im oberen rechten Torwinkel.
"Nach der ersten Halbzeit mussten wir etwas ändern, das hat einfach nicht gepasst. Danach lief es besser, das Tor hat uns auch Selbstvertrauen gegeben. Wir können aber momentan einfach keinen Zauberfußball bieten", sagte Werder-Coach Thomas Schaaf. Torschütze Jensen erklärte, im Rückspiel in Zagreb werde es "ganz schwer für uns. Ich hoffe, wir können uns steigern."
Zunächst konnte sich Werder bei seinem Torwart Tim Wiese bedanken, der mit seinen Paraden dafür sorgte, dass im Rückspiel überhaupt noch Chancen auf das Erreichen der lukrativen Champions-League-Gruppenphase bestehen. In der ersten Hälfte gab es keinen konstruktiven Spielaufbau der Grün-Weißen, Zugang Carlos Alberto wirkte wie ein Fremdkörper, zahlreiche Fehlpässe unterbrachen immer wieder jeden Spielrhythmus. "Wir haben sehr viele verletzte Leistungsträger, aber so etwas Konfuses wie in der ersten Halbzeit darf uns nicht passieren", sagte Wiese.
Dinamo störte die Bremer hingegen früh, unterband jeden Spielfluss und spielte selbst mutig nach vorn. So hatte Kapitän Luka Modric bereits in der 25. Minute die Chance zur Führung, seinen 20-Meter-Schuss lenkte Torwart Wiese gerade noch mit den Fingerspitzen um den Pfosten. Wiese verhinderte auch gegen Balaban (44.) einen Gegentreffer. Sechs Minuten zuvor vergab der Mittelstürmer bereits freistehend vor dem Bremer Tor.
Werder wirkte erst nach der Pause aggressiver und attackierte früher. Klare Gelegenheiten gab es dennoch nur wenige. Die beste Chance hatte erneut Almeida, der in der 64. Minute mit einem Schuss aus 20 Metern Koch prüfte. Kapitän Baumann traf in der 65. Minute aus zwölf Metern freistehend das Tor nicht. Auf der anderen Seite blieben die Gäste bei ihren Kontern jederzeit gefährlich. So verpasste Modric in der 55. Minute ein weiteres Tor, in der 62. klärte Wiese gegen Sammir.
Zagrebs Trainer Branko Invankovic gab sich wegen des späten Rückschlags enttäuscht. "Unter anderen Umständen wäre ich mit einem 1:2 zufrieden gewesen, aber wir hatten heute die große Chance, einen großen Gegner wie Werder zu besiegen", so Ivankovic. Seine Mannschaft habe das Spiel "fast die ganze Zeit kontrolliert und hatte in der ersten Halbzeit neben dem Tor weitere drei hundertprozentige Chancen." Die Chancen seines Teams auf ein Weiterkommen bezifferte der Trainer "bei 50:50".
goe/sid
Werder Bremen - Dinamo Zagreb 2:1 (0:1)
0:1 Balaban (45.+1)
1:1 Hugo Almeida (46.)
2:1 Jensen (85.)
Bremen: Wiese - Pasanen, Mertesacker, Naldo, Schulz - Baumann, Andreasen (46. Jensen) - Carlos Alberto (75. Harnik), Diego - Sanogo, Schindler (46. Hugo Almeida). - Trainer: Schaaf Zagreb: Koch - Cale, Drpic, Schildenfeld, Pokrivac - Vukojevic, Etto, Modric, Sammir (89. Guela) - Balaban (81. Vrdoljak), Sokota (38. Mandzukic). - Trainer: Ivankovic
Schiedsrichter: Alberto Undiano Mallenco (Spanien)
Zuschauer: 26.136
Gelbe Karten: Naldo - Balaban, Cale, Pokrivac
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