Hamburg - Sowohl Wales, das am 8. September in Cardiff die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) empfängt, als auch Irland verbuchten mit überzeugenden Auftritten Auswärtssiege. Den Walisern genügte in Burgas ein Tor von Freddy Eastwood (41.) zum 1:0 (0:0) gegen Gastgeber Bulgarien. Die Iren von Trainer Steve Staunton, die am 13. Oktober in Dublin Gastgeber für die deutsche Nationalmannschaft sind, besiegten Dänemark in Aarhus klar mit 4:0 (2:0). Robbie Keane (29./40.) und Shane Long (54./65.) trafen jeweils doppelt. Nur Tschechien musste sich mit einem 1:1 (1:0) in Österreich begnügen.
Vor dem brisanten Duell von Bosnien-Herzegowina mit Kroatien (3:5) waren in Sarajewo jeweils 40 Hooligans beider Nationen mit Messern aufeinander losgegangen. Die Randalierer demolierten ein Café und schlugen Schaufensterscheiben ein. Vier Kroaten sind nach Polizeiangaben verletzt worden, zwei Personen wurden festgenommen. Auch während des Spiels kam es zu Zusammenstößen.
In Griechenland wurde ein Eklat anderer Art nur knapp vermieden. Vor dem Spiel des Europameisters gegen Spanien in Saloniki glich der Rasen des Toumba-Stadions einem Kartoffelacker. Nach einem Krisengipfel und hektischen Nachbesserungen traten die Spanier, die sogar mit Abreise gedroht hatten, aber doch noch zum Vergleich mit der Elf von Trainer Otto Rehhagel an. Beim 3:2 (2:1) der Spanier traf Theofanis Gekas von Bayer Leverkusen zum 1:0 (18.) für Griechenland.
Weltmeister Italien hat seine Generalprobe für die Neuauflage des WM-Finals gegen Frankreich verpatzt. Zwei Wochen vor dem Duell mit den Franzosen in der EM-Qualifikation musste sich die Squadra Azzurra in Budapest 1:3 (0:0) gegen Ungarn geschlagen geben. Nach dem Führungstor von Antonio Di Natale (49.) sorgten Adam Juhasz (61. ), Zoltan Gera (66., Elfmeter) und Robert Feczesin (76.) noch für die Wende. Frankreich gewann bei der Slowakei durch ein Tor von Thierry Henry (40.) 1:0.
Überraschung durch Norwegen
Norwegen sorgte in Oslo für eine große Überraschung. Das Team besiegte dank zweier Treffer von John Carew (11., Elfmeter/58.) bei einem Gegentor von Maxi Rodriguez (84.) den zweimaligen Weltmeister Argentinien 2:1 (1:0). Brasilien tat sich beim 2:0 (0:0) gegen Algerien ebenfalls schwer. Die Tore des Rekordweltmeisters, der in Montpellier mit den Bundesliga-Profis Naldo, Diego (beide Werder Bremen) und Mineiro (Hertha BSC Berlin) antrat, erzielten Maicon (62.) und Ronaldinho (81.).
Tranquillo Barnetta von Bayer Leverkusen führte den EM-Gastgeber Schweiz mit zwei Toren (9., Foulelfmeter/51.) zu einem 2:1 (1:0) gegen die Niederlande. Bei den Niederländern gab Ruud van Nistelrooy nach rund einjähriger Abstinenz sein Comeback im Nationalteam, das Tor für Oranje schoss Dirk Kuyt (52.).
In Minsk saß der ehemalige DDR-Auswahltrainer Stange gegen Israel erstmals auf der weißrussischen Bank. Sein Debüt gelang dank eines späten Tores von Gennadi Blisnijuk (90.) zum 2:1-Endstand. Zuvor hatte Shimon Gershon die erste Führung der Weißrussen durch Roman Wassiliuk (2.) nach 29 Minuten ausgeglichen.
bri/sid
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