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27.08.2007
 

Hoeneß-Kritik

"Zur Not auch mal sieben, acht Mann vom Platz stellen"

Trotz des gelungenen Saisonstarts herrscht bei den Bayern keine Ruhe. Wegen der angeblich übertriebenen Härte der Gegner fordert Uli Hoeneß erneut besseren Schutz durch die Schiedsrichter für Ribéry, Toni und Co. Rudi Völler hält das für "einen Witz".

München - "Das, was ich im Ligapokal schon angesprochen habe, hat sich bestätigt. Mannschaften, die sportlich nicht mithalten können, gleichen das durch übertriebene Härte aus", sagte der Bayern-Manager dem "kicker".

Bayern-Star Ribéry: "Permanent in die Hacken getreten"
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DDP

Bayern-Star Ribéry: "Permanent in die Hacken getreten"

Hoeneß war im Punktspiel der Bayern am vergangenen Samstag gegen Hannover 96 (3:0) nach einem Foul von Altin Lala an Mittelfeldstar Franck Ribéry an der Seitenlinie heftig mit Gäste-Coach Dieter Hecking aneinandergeraten. "Da wollen die Leute schönen Fußball sehen und die machen ihn mit bösen Fouls kaputt. Ribéry wurde permanent in die Hacken getreten. Hier wird bewusst die Gesundheit der Spieler gefährdet. Herr Roth und die Schiedsrichter müssen reagieren und zur Not auch mal sieben, acht Mann vom Platz stellen", erklärte der Bayern-Manager in Richtung von Volker Roth, dem Vorsitzenden des Schiedsrichter-Ausschusses beim Deutschen Fußball-Bund (DFB), und fügte an: "Vielleicht lernen sie es dann. Sie sollen den Ball spielen, nicht die Knochen des Gegners kaputttreten. Geht es so weiter, gibt es bald Kreuzbandrisse. Dann gute Nacht Fußball."

Roth wehrte sich: "Die Schiedsrichter sind im Sommerlehrgang angewiesen worden, die Gesundheit aller Spieler zu schützen. Das ist das Wichtigste." Hitzfeld hatte sich nach der Partie gegen Hannover über die Härte des Gegners beschwert: "Von den Hannoveranern kamen brutale Fouls. Man kann nur an die Schiedsrichter appellieren, dass sie ein Auge darauf haben. Jedes Foul, das nicht im Kampf um den Ball passiert, muss einfach bestraft werden."

Wenig Verständnis für die harsche Kritik von Uli Hoeneß zeigte indes Bayer Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler. "Wir spielen doch kein Schach. Ribéry weiß es doch selber - in Frankreich wird noch mehr getreten. Eine Sonderbehandlung für Stars ist ein Witz", sagte Völler der "Bild"-Zeitung. Schiedsrichter-Sprecher Manfred Amerell sagte:"Hier geht es nicht um Ribéry und Toni, sondern um das Gesamtverhalten."

chp/dpa/sid

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