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01.09.2007
 

Interview-Patzer

DFB prüft möglichen Verstoß gegen Daum-Sperre

Hat sich der Co-Trainer des 1. FC Köln verplappert? Roland Koch behauptete in einem Interview, in der Halbzeitpause des Spiels in München den gesperrten FC-Trainer Christoph Daum kontaktiert zu haben - das ist verboten. Nun ermittelt der DFB.

Hamburg - Der Kontrollausschuss-Vorsitzende Horst Hilpert vom Deutschen Fußball-Bund hat den Zweitligisten 1. FC Köln zu einer schriftlichen Stellungnahme von Assistenztrainer Roland Koch bis Montag aufgefordert. Grund dafür ist eine Aussage Kochs, der nach dem 1:1 (0:0) bei 1860 München am Freitagabend gegenüber dem Fernsehsender Premiere eingeräumt hatte, mit dem gesperrten Chefcoach Christoph Daum in der Halbzeitpause Kontakt gehabt zu haben.

Kölner Trainer-Gespann Koch (l.), Daum: Im Interview verplappert?
DPA

Kölner Trainer-Gespann Koch (l.), Daum: Im Interview verplappert?

Damit hätte Köln gegen die Auflagen des DFB-Sportgerichts verstoßen, wonach es heißt (DFB-Ausbildungsordnung, Paragraph 30, Absatz vier): "(...) 30 Minuten vor dem angesetzten Spieltermin bis 30 Minuten nach dem Abpfiff (...) darf er (der gesperrte Trainer, d. Red.) mit seiner Mannschaft weder unmittelbar noch mittelbar in Kontakt treten." Manager Michael Meier versicherte in einem Telefonat mit Hilpert entgegen der Aussage von Koch, es habe keinen Kontakt zu Daum gegeben.

"Die Richtlinien sind ganz klar: Wenn ein Verstoß festgestellt werden sollte, wird ein neues Verfahren eingeleitet", sagte DFB-Pressesprecher Harald Stenger dem sid. Meier sei bereits im Vorfeld der Partie offiziell darauf hingewiesen worden. Nach dem Fernsehinterview hatte Koch seine Aussage relativiert und angegeben, nur mit Meier gesprochen zu haben.

Sollte der DFB jedoch zu der Erkenntnis kommen, dass es zu einer Kontaktaufnahme mit Daum gekommen ist, droht nun auch Koch eine Sperre und Daum eine Verlängerung seines Tribünendaseins. Der 53-Jährige hatte sich die Sperre die Sperre nach der 0:1-Heimniederlage gegen Aachen am zweiten Spieltag eingehandelt, nachdem er die Schiedsrichter als "Spielentscheider" betitelt und der Zunft "bewusste Entscheidungen gegen den 1. FC Köln" unterstellt hatte. Ein Treffer von Adil Chihi war zuvor aberkannt worden.

bri/sid

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