München - Versöhnliche Worte von Karl-Heinz Rummenigge für Ottmar Hitzfeld und ein beeindruckendes Rekordergebnis in der Club-Bilanz: Bayern München konnte nach turbulenten Tagen und der jüngsten sportlichen Krise auf der Jahreshauptversammlung wieder für positive Schlagzeilen sorgen - nicht zuletzt auch wegen des Rekordumsatzes von 225,8 Millionen Euro. So ist Vorstandsboss Rummenigge auf Annäherungskurs mit dem zuletzt von ihm selbst kritisierten Trainer Ottmar Hitzfeld gegangen.
Rummenigge bei Hauptversammlung: "Freund und Trainer Hitzfeld"
Davon war nun keine Rede mehr. Offenbar war Rummenigge auch durch das überragende wirtschaftliche Ergebnis des Clubs im abgelaufenen Geschäftsjahr wieder mehr als freundlich gestimmt. Auf der Versammlung im Festsaal der Paulaner-Brauerei am Münchner Nockherberg präsentierten die Bayern erneut eine Umsatzbestmarke von 225,8 Millionen Euro für das Geschäftsjahr 2006/07, mehr als jemals zuvor, und damit auch mehr als jeder andere Club in Deutschland.
"Das sind Zahlen, von denen unsere Konkurrenten - nicht nur in der Bundesliga - nur träumen", sagte Rummenigge. Als Gewinn nach Steuern wurde mit 18,9 Millionen Euro ebenfalls ein noch nie dagewesenes Ergebnis in der Clubgeschichte erzielt. Auch das Eigenkapital von 175,9 Millionen Euro bedeutet eine neue Bestmarke. Damit wurde das Rekordergebnis aus dem Vorjahr in allen Bereichen übertroffen.
Auch Beckenbauer unterstützt Hitzfeld
Angesichts der tollen Zahlen war auch der Zwist mit Hitzfeld plötzlich aus der Welt. "Nur ein Mann ist bei uns für Training, Taktik und Aufstellung zuständig: Ottmar Hitzfeld. Es ging und geht nicht um Schuldzuweisungen, sondern nur um den Erfolg des FC Bayern. Ich reiche Ottmar Hitzfeld symbolisch die Hand", sagte Rummenigge weiter. Neben dem zweimaligen Vize-Weltmeister hatte auch Präsident Franz Beckenbauer Coach Hitzfeld am Montag den Rücken gestärkt. "Ottmar ist ein großartiger Trainer und genau der Richtige. Ich denke, dass Ottmar sehr gut zu den Bayern passt", sagte der er dem DSF.
Die von Rummenigge kritisierte Rotation verteidigte Beckenbauer. Trotz der zuletzt vier Pflichtspiele ohne Sieg sei "noch nichts passiert. Wir sind nach wie vor Tabellenführer." Rummenigge sagte, dass "wir die Kräfte bündeln und uns in den nächsten zwei Wochen neu ausrichten müssen. Aber ich verspreche Ihnen, dass wir unter dem Tannebaum die Herbstmeisterschaft feiern werden."
fpf/sid
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