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20.11.2007
 

Kurzpässe

Alpay will Daum verlassen, Bundesliga-Clubs testen in Asien

Der Kölner Alpay steht vor einem Wechsel in die USA. Dortmund, Cottbus und Bielefeld zieht es in der Winterpause in den fernen Osten. Wegen der Krawalle in Italien ist ein Fan verurteilt worden. Die WM in Südafrika wird teurer als geplant.

Hamburg - Der türkische Nationalspieler Alpay will den Zweitligisten 1. FC Köln offenbar am Saisonende verlassen und in die US-Profiliga wechseln. Das erklärte der 34-jährige in einem Interview mit dem türkischen Sender Star TV. Den Namen seines künftigen Clubs gab er nicht preis. "Es handelt sich allerdings nicht um den David-Beckham-Club Los Angeles Galaxy", teilte der Abwehrspieler lediglich mit. In der laufenden Saison ist Alpay noch ohne Einsatz für die Kölner.

Daum-Schützling Alpay: "Er hat nicht mehr die Aggressivität"
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Getty Images

Daum-Schützling Alpay: "Er hat nicht mehr die Aggressivität"

Alpay, der seit August 2005 in Köln unter Vertrag steht, äußerte sich enttäuscht, dass er keine Berücksichtigung mehr durch Trainer Christoph Daum finde und offenbar abgeschrieben sei: "Er hat mich maßgeblich in meiner Karriere gefördert. Ich war einer seiner Lieblingsspieler. Aber das ist nicht mehr der Daum, den ich kannte. Er hat nicht mehr den Willen und die Aggressivität, die ich immer bei ihm geschätzt habe."

Mit einer Reihe von Testspielen in Asien will die Fußball-Bundesliga ihren Rückstand bei der Auslandsvermarktung weiter verringern. Nach dem Ende der Rückrunde spielt Borussia Dortmund am 19. Dezember in Jakarta gegen die indonesische Nationalmannschaft, Energie Cottbus trifft auf die Nationalmannschaft und die Olympia-Auswahl von China (18. und 20. Dezember). Arminia Bielefeld spielt am 18. Dezember in Wuhan sowie am 19. Dezember gegen einen weiteren Club der chinesischen ersten Liga, der noch nicht feststeht. Demnächst sollen Begegnungen in den USA folgen, sagte heute Jörg Daubitzer, Direktor Rechte-und Lizenzvertrieb bei der Deutschen Fußball Liga.

Die Bundesliga nimmt derzeit nur knapp 16,5 Millionen Euro aus der Auslandsvermarktung ein. Die englische Premier League kassiert durch ein neuen Vertrag rund 230 Millionen Euro. "In den internationalen TV-Märkten steht die Bundesliga vor allem in einem Verdrängungswettbewerb mit der spanischen Primera Division und der italienischen Serie A", sagte Daubitzer. "Unsere TV-Präsenz in 169 Ländern ist heute schon vergleichbar mit den Wettbewerbern. Dennoch müssen wir weiter daran arbeiten, noch mehr Sendezeit zu erobern und an den überdurchschnittlichen Wachstumsraten in Asien zu partizipieren."

In Mailand ist es heute zum ersten Urteil und einer Bestrafung wegen der Krawalle gekommen, die vor neun Tagen nach dem Tod des Lazio-Fans Gabriele Sandri in Arezzo ganz Italien erschütterten. Ein Ultra von Meister Inter Mailand, der sich an Krawallen vor dem Giuseppe-Meazza-Stadion beteiligt hatte, wurde mit einem zweijährigen Stadionverbot belegt. Acht Monate lang wird er sich sonntags bei der Polizei melden müssen. Er wurde außerdem zur Zahlung einer Geldstrafe von 8000 Euro verurteilt.

Die Kosten für Südafrika als Gastgeber der Weltmeisterschaft 2010 könnten sich um über 340 Millionen Euro erhöhen. Dies gab die südafrikanische Regierung heute bekannt. "Momentane Berechnungen der WM-Städte zeigen, dass wir uns einer Steigerung der erwarteten Kosten zwischen 417 und 507 Millionen Dollar gegenübersehen", sagte der stellvertretende Finanzminister Jabu Moleketi in der Hauptstadt Pretoria. Dies würde einem Mehraufwand von maximal 342 Millionen Euro entsprechen. Die Regierung kalkuliert derzeit mit einem WM-Budget von 1,75 Milliarden Euro (17,4 Milliarden Rand). Laut Moleketi soll erst nach einer genaueren Kostenberechnung im Dezember ausgearbeitet werden, wie das befürchtete Defizit ausgeglichen wird. Der Finanzpolitiker machte unter anderem die steigenden Stahlpreise für die Kostenexplosion verantwortlich.

Newcastle United kann aufgrund der Verletzung von Stürmer Michael Owen auf eine Entschädigungszahlung des englischen Verbandes (FA) in Höhe von 150.000 Euro pro Woche hoffen. Die FA, die die Clubs gegen Ausfälle von Spielern bis zu einem Maximum von 150.000 Euro pro Woche versichert, bestätigte heute, dass Newcastle für die Auszahlung der Versicherungssume in Frage komme. Owen wird wegen einer Oberschenkelzerrung, die er sich im Länderspiel gegen Österreich vergangenen Freitag zugezogen hatte, möglicherweise einige Wochen ausfallen.

fsc/sid/dpa

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