Nicht zuletzt die Profis selbst gehören zur Spezies emsiger Souvenirjäger. David Beckham etwa betrieb nach Englands WM-Aus 2002 im Viertelfinale gegen Brasilien (1:2) aktive Trauerarbeit und tauschte nicht nur mit dem gegnerischen Linksverteidiger Roberto Carlos das verschwitzte Hemd, sondern störte anschließend auch noch die brasilianische Siegesfeier in der Kabine, um das Trikot des Stürmerstars Ronaldo zu ergattern.
Eines kann man dem Hamburger SV nicht vorwerfen: dass er sich nicht traue, neue Wege zu gehen. Der experimentierfreudige Präsident Peter Krohn ahnte jedenfalls schon 1976 voraus, dass sich der spröde Fußball durch allerlei Zirkus-Applikationen wirkungsvoll aufhübschen lässt. Also ließ er die einstigen Hamburger "Rothosen" in Metallic-Schweinchenrosa auflaufen. Vom obligatorischen Elefantenreiten im Stadion ganz zu schweigen.
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