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29.01.2008
 

DFB-Pokal

Dortmund wirft Bremen raus, Bayern siegt mit Mühe

Fehlstart für Werder ins Jahr 2008: Der Titelaspirant aus Bremen verpasste in Dortmund den Einzug ins Viertelfinale des DFB-Pokals. Der FC Bayern machte es besser - obwohl der Außenseiter aus Wuppertal zweimal eine Führung des Rekordmeisters ausgleichen konnte.

Hamburg - Viel Glück und Torhüter Marc Ziegler haben Borussia Dortmund erstmals seit zwölf Jahren den Einzug ins Viertelfinale des DFB-Pokals beschert. Der BVB feierte trotz einer äußerst schwachen Vorstellung einen 2:1 (1:0)-Erfolg über den Bundesliga-Zweiten Werder Bremen und damit einen erfolgversprechenden Start ins neue Fußballjahr. Auch der FC Bayern startete siegreich. Beim 5:2 gegen den Wuppertaler SV konnte der Gast aus München jedoch erst in der zweiten Hälfte überzeugen.

Dortmunder Sieger Amedick (li.) und Ziegler: Ins Viertelfinale gebrüllt
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Getty Images

Dortmunder Sieger Amedick (li.) und Ziegler: Ins Viertelfinale gebrüllt

Die BVB-Stürmer Giovanni Federico (19.) und Diego Klimowicz (80.) zerstörten die Träume der Bremer vom sechsten Cup-Sieg und von der Revanche für das 0:3 im Punktspiel im September 2007. Für Werder traf nur der eingewechselte Diego per Foulelfmeter (82.), der drei Minuten später mit einem weiteren Strafstoß am gut reagierenden Ziegler scheiterte.

"Ich bin sehr, sehr traurig. Mit dem 2:2 hätten wir das Spiel drehen können. Es war ein großes Ziel von uns im Pokal weit zu kommen", sagte Diego. Der Dortmunder Matchwinner Ziegler strahlte nach dem Elfmeter-Drama hingegen: "Beim ersten war ich schon dran. Da habe ich gedacht, beim zweiten hast du eine Chance", sagte der Keeper. Werder-Coach Thomas Schaaf lobte trotz der Niederlage in der Neuauflage des Pokal-Finales von 1989 das "Riesenspiel" seiner Mannschaft: "Wir haben uns heute selber geschlagen. Wir haben 90 Minuten nach vorne gespielt." BVB-Torschütze Federico blickte nach dem Pokal-Coup bereits nach vorn: "Das ist für uns der schnellste Weg im nächsten Jahr europäisch zu spielen. Heute haben wir den ersten Schritt gemacht."

Drei Tage vor dem Rückrundenstart der Bundesliga präsentierte sich jedoch die Mannschaft von Trainer Thomas Doll keineswegs in guter Form. Die Bremer übernahmen von der ersten Minute an vor 64.000 Zuschauern das Kommando und hätten schon nach drei Minuten durch Markus Rosenbergs Kopfball in Führung gehen können. Wie eine Heimmannschaft agierten die Bremer, bei denen Diego zunächst nur auf der Bank saß, und erspielten sich in der Anfangsphase Chancen fast im Minutentakt. Allein Ivan Klasnic hätte die Bremer schon vor der Halbzeit auf die Siegerstraße schießen können. Doch versagten dem Torjäger sogar freistehend die Nerven.

Die Borussen sahen sich fast ausschließlich in der Defensive, weil das Mittelfeld für nur wenig Entlastung sorgte und zahlreiche Fehlpässe die Bremer immer wieder ins Spiel brachten. Der Treffer des ehemaligen Karlsruhers Federico bei einem der wenigen Dortmunder Konter nach sehenswerter Vorarbeit von Mladen Petric stellte den Spielverlauf auf den Kopf. Allerdings mussten es sich die Bremer selbst zuschreiben, dass sie aus ihrer Überlegenheit zu wenig Kapital schlugen.

Auch nach dem Wechsel blieben die Versuche der Dortmunder im Spielaufbau nur vereinzelt gefällig. Erst nach rund 70 Minuten, als die Bremer ihrem Sturmlauf kräftemäßig Tribut zollen mussten, kamen die Gastgeber besser ins Spiel, ohne jedoch ihre Konter auszuspielen. In der 67. Minute stockte den BVB-Fans erneut der Atem, als der eingewechselte Hugo Almeida mit einem wuchtigen Distanzschuss nur den Pfosten traf.

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