Gelsenkirchen - Mirko Slomka atmete nach dem Schlusspfiff tief durch. Vor allem in den Schlussminuten musste der Schalker Trainer zittern, doch den stürmenden Profis vom FC Porto wollte der Ausgleich nicht gelingen: Schalke gewann das Hinspiel des Champions-League-Achtelfinals 1:0 (1:0) und kann weiter vom Viertelfinale träumen. "In der zweiten Hälfte war Porto enorm stark, da mussten wir erstmal dagegenhalten", sagte Slomka: "Ich bin froh, dass wir keinen Gegentreffer gefangen haben."
Angreifer Kuranyi erzielte bereits in der vierten Minute das Tor des Abends und verschaffte dem Bundesligisten somit eine zufriedenstellende Ausgangsposition für das Rückspiel am 5. März.
"Das 1:0 geht in Ordnung", sagte Siegtorschütze Kuranyi, "jetzt müssen wir in Porto alles geben, um das Spiel nach Hause zu bringen. Die Chancen stehen gut." Mitspieler Gerald Asamoah ergänzte: "Das war ein hartes Stück Arbeit heute. Das Wichtigste ist, dass wir zu Null gewonnen haben." Nachdem die Gelsenkirchener bislang in der Königsklasse 28 Millionen Euro einspielten, dürfen sie nun auf weitere Einnahmen hoffen.
Vor 54.000 Zuschauern in der ausverkauften Schalker Arena erwischten die Gastgeber einen Traumstart. Kuranyi traf im Nachschuss, nachdem Rechtsverteidiger Rafinha zuvor nach Doppelpass mit Jermaine Jones, der nach seiner Gelbsperre in der Liga wieder in der Startelf stand, noch an Torhüter Helton gescheitert war. Für den Schalker Torjäger war es der dritte Treffer in der laufenden Champions-League-Saison.
Nach dem 1:0 machte Schalke weiter Druck und attackierte die Portugiesen früh. Spielmacher Ivan Rakitic mit einem Schuss vom Strafraumeck (18.) verpasste aber ebenso wie Kuranyi (35.) das zweite Schalker Tor, weil Torhüter Helton gut reagierte.
Die Schalker Abwehr ließ kaum Chancen zu, einzig Verteidiger Mladen Krstajic musste in der 25. Minute klären, als Ernesto Farias sich durchgesetzt hatte und den mitgelaufenen Raul Meireles bedienen wollte.
In der zweiten Hälfte nahm Schalke dann komplett das Tempo raus. Aus der Angst heraus, ein Tor im heimischen Stadion zu fangen, stellte der Bundesligist sein Offensivspiel nahezu komplett ein.
Der FC Porto, der 2004 auf Schalke die Champions League gewonnen hatte, schien darauf zunächst nicht einzugehen. Der Gast beschränkte sich auf Sicherheitsfußball und war mit dem 0:1 offenbar zufrieden. Erst in den letzten zehn Minuten merkten die Portugiesen, dass mehr möglich wäre und verstärkten ihre Bemühungen. Die beste Chance hatte Stürmer Lisandro Lopez, der nach eine Hereingabe von Ricardo Quaresma der Kugel aber nicht den entscheidenden Stoß ins Tor geben konnte (80.).
Schalke 04 - FC Porto 1:0 (1:0)
1:0 Kuranyi (4.)
Schalke: Neuer - Rafinha, Bordon, Krstajic, Westermann - Ernst, Jones - Rakitic (77. Grossmüller), Kobiaschwili - Asamoah (81. Altintop), Kuranyi (89. Vicente Sanchez). - Trainer: Slomka
Porto: Helton - Joao Paulo, Pedro Emanuel, Bruno Alves, Fucile (85. Mariano Gonzalez) - Lucho Gonzalez, Paulo Assuncao, Raul Meireles - Lopez, Farias (56. Sektioui), Quaresma. - Trainer: Ferreira
Schiedsrichter: Duhamel (Frankreich)
Zuschauer: 54.000 (ausverkauft)
Gelbe Karten: Jones (4), Grossmüller (2), Ernst / -
pav/sid
Auf anderen Social Networks posten:
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Sport | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Fußball | RSS |
| alles zum Thema Champions League | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2008
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH