Hamburg - Der Olympia-Traum von Mark van Bommel ist definitiv geplatzt. Der niederländische Mittelfeldspieler des FC Bayern München erhält von seinem Verein keine Freigabe für die Sommerspiele in Peking (8. bis 24. August), für die sich die niederländische Fußball-Auswahl erstmals seit 1952 wieder qualifiziert hat. Van Bommel, der sich seit der WM 2006 weigert, unter Bondscoach Marco van Basten für die niederländische Nationalmannschaft zu spielen, hatte den Wunsch geäußert, gerne an Olympia 2008 teilzunehmen.
Olympia-Coach Foppe de Haan hatte zuvor erklärt, sein Nachwuchs-Team für die Spiele mit erfahrenen Routiniers wie zum Beispiel Van Bommel verstärken zu wollen. In einem Telefongespräch mit dem Direktor des niederländischen Fußballverbands, Henk Kesler, hat der Bayern-Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge dem Anliegen aber eine Absage erteilt, da die Bundesligasaison 2008/09 während Olympia bereits im Gange ist.
Ein anderer Niederländer will in der kommenden Saison nicht mehr für Ajax Amsterdam spielen - und der Grund ist auch hier Marco van Basten. "Ich werde meinen Vertrag bei Ajax nicht verlängern", kündigte der 74-malige Nationalspieler Edgar Davids an. Das Verhältnis zwischen Davids und van Basten ist nicht das beste. Der derzeitige Bondscoach und zukünftige Ajax-Trainer hatte Davids seit seinem Amtsantritt im Jahr 2004 nur sporadisch in die Nationalmannschaft nominiert. "Es kann sein, dass dies meine letzte Saison als Spieler ist. Irgendwann geht alles mal zu Ende", erklärte Davids, der im Januar 2007 von den Tottenham Hotspur zu Ajax zurückkam. Von 1991 bis 1996 stand er erstmals bei Amsterdam unter Vertrag.
Lazio-Ultras festgenommen
"Ich weiß auch nicht, ob Ajax unter van Basten wieder große Titel gewinnen kann", fügte er hinzu. "Wenn ihm das gelingen sollte, dann werde ich ihm gratulieren. Er hat aber noch keine Erfahrung", so der 34-Jährige. Davids hat mit dem niederländischen Rekordmeister 1992 den Uefa-Cup und 1995 die Champions League sowie den Weltpokal gewonnen. Anschließend wurde er mit Juventus Turin dreimal italienischer Meister. Er spielte außerdem für den AC Mailand, den FC Barcelona und Inter Mailand.
20 Ultras, mehrheitlich Fans des italienischen Erstligisten Lazio Rom, sind in der italienischen Hauptstadt festgenommen worden. Den Anhängern wird Bildung einer kriminellen Vereinigung, Körperverletzung und Plünderung vorgeworfen. 50 Wohnungen wurden durchsucht. Die Ultras werden beschuldigt, sich an den Krawallen am 11. November 2007 nach dem Tod des Lazio-Fans Gabriele Sandri beteiligt zu haben. Dabei hatten sie zwei Polizeikasernen in Rom angegriffen.
Die Hooligans sollen außerdem Gewaltaktionen gegen Ultras anderer Mannschaften, Angriffe auf Ausländer und eine Attacke gegen eine Roma-Siedlung in der italienischen Hauptstadt organisiert haben. Die mehrheitlich rechtsorientierten Ultras mit Sympathien für die rechtsextreme Partei Forza Nuova sollen auch Einrichtungen geschädigt haben, in denen junge Anarchisten verkehrten. Ein Großteil der festgenommenen Ultras sei vorbestraft, teilte die Polizei mit.
Der spanische Topclub FC Barcelona hat die Spekulationen um seinen Trainer Frank Rijkaard beendet und dem 45-jährigen Niederländer den Rücken gestärkt. Zuletzt hatten spanische Medien immer wieder über eine mögliche Verpflichtung des Portugiesen José Mourinho als neuen Coach ab der kommenden Saison berichtet. "Bei uns gibt es keine Trainerdebatte. Wir planen auch in der nächsten Runde mit Rijkaard. Mourinho ist ein großer Coach, aber wir sind mit Frank sehr zufrieden", erklärte Barcelonas Vizepräsident Marc Ingla dem Hörfunksender Ona FM.
Zu den Spekulationen war es gekommen, nachdem sich "Barca"-Manager Txiki Begiristain Mitte Januar mit dem früheren Chelsea-Trainer Mourinho in Lissabon zu einem Gespräch getroffen haben soll. Der Club hatte die Meldungen der spanischen Zeitungen damals nicht dementiert.
goe/sid
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