Bielefeld - Die Trennung wurde mit sofortiger Wirkung vollzogen. Das entschied das Arminia-Präsidium in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat. Man plane die nächste Spielzeit mit einer neuen sportlichen Leitung, deshalb sei Saftig mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben freigestellt, hieß es in einer Pressemitteilung. Ein Nachfolger für ihn stehe noch nicht fest, hieß es in der Erklärung des Vereins.
Ex-Armine Saftig: Nachfolger unbekannt
"Wir sind mit der sportlichen Situation nicht zufrieden. Wir haben uns dazu entschieden, die nächste Saison mit einer neuen sportlichen Leitung anzugehen. Da wir uns in der Planungsphase befinden, haben wir jetzt gehandelt", begründete Arminia-Präsident Hans-Hermann Schwick die Entscheidung.
Saftig war zuletzt bei den Fans wegen der Verpflichtung von Trainer Michael Frontzeck schwer in die Kritik geraten. "Als kleines Weihnachtsgeschenk" wollte Saftig damals den Fans den früheren deutschen Nationalspieler schmackhaft machen, die Realität sieht unterdessen anders aus. Unter Frontzeck schied die Arminia im DFB-Pokal in Jena aus und verlor alle vier Rückrundenspiele. In der Tabelle hat der Club nur noch einen Punkt Vorsprung auf die Abstiegsränge. Der Vertrag von Saftig, der seit Juni 2005 für die Arminia arbeitete, war erst im November vergangenen Jahres bis 2010 verlängert worden.
Die Bielefelder Fans waren nach der 0:2-Niederlage gegen Aufsteiger MSV Duisburg auf die Barrikaden gegangen und hatten den Rauswurf von Saftig und Frontzeck gefordert. Dem Wunsch der Fans wurde im Fall Saftig sogleich entsprochen, das Bekenntnis zu Frontzeck fällt ebenfalls sehr verhalten aus. "In Rostock wird Frontzeck auf der Bank sitzen", sagte Schwick, zu weitergehenden Treueschwüren ließ sich der Arminen-Boss nicht hinreißen.
Saftig verließ unterdessen heute kommentarlos das Trainingsgelände und war zu keiner Stellungnahme bereit. Eine glückliche Figur hatte der 56-Jährige in seiner 32-monatigen Amtszeit ohnehin nicht abgegeben. So hatte sich Saftig schon mit den vorherigen Trainern Thomas von Heesen und Ernst Middendorp überworfen. Das Fass zum Überlaufen hat nach Informationen der "Bild"-Zeitung das Fehlen Saftigs bei einer Krisensitzung nach dem Duisburg-Spiel gebracht.
Mit dem Krisenmanagement tat sich Saftig sichtlich schwer. Nach der letzten Pleite räumte er ein, "keine Argumente mehr zu haben". Am Stuhl des Trainers, den er im Alleingang verpflichtet hatte, wollte Saftig nicht rütteln, stattdessen kündigte er Konsequenzen für die Mannschaft an. Das Bielefelder Präsidium, das die Entscheidung in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat fällte, beantwortete die Schuldfrage indes ein wenig anders. Dabei dürfte der Abschied des langjährigen Bundesligatrainers die Arminen teuer zu stehen kommen. Erst im November vergangenen Jahres wurde der Kontrakt mit dem Geschäftsführer Sport bis 2010 verlängert. Auch der Vertrag von Middendorp wies - den Klassenerhalt vorausgesetzt - eine Laufzeit bis 2010 auf.
Am 10. Dezember hatte sich der Bundesligist aus Westfalen von Trainer Ernst Middendorp aufgrund der anhaltenden sportlichen Talfahrt getrennt. Der gefeuerte Fußballlehrer hatte nach seiner Entlassung scharf gegen Saftig geschossen und gefragt: "Wer hat denn das Arminenherz? Herr Saftig?"
Middendorp war am 14. März aus Südafrika nach Bielefeld zurückgekehrt und hatte den Club mit vier Siegen in Folge am Ende der vergangenen Saison (30. bis 33. Spieltag) vor dem Abstieg gerettet.
mig/sid
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Na ja, das U- Bahnhüpfen kenne ich auch vom Torfrockkonzert. Aber davon ist in Hamburg noch keine kaputt gegangen sondernn (nur?) entgleist. Aber das war der Zug hinter uns... Uuuund wir wippen, wippen, wippen... Rivalität [...] mehr...
Ja, die Medien schreiben viel wenn der Tag lang ist. Ich selbst war in beiden U-Bahnen. Fands eher erschreckend wie wenig die U-Bahnen ausgehalten haben, so bös es auch klingt. Nur zur Aufklärung was in den "zwei [...] mehr...
Die Aktion kann noch mit einem Augenzwinkern als witzig durchgehen lassen, wenn sie auch offiziell illegal ist. Aber wenn ich dann lese, dass 60er-Fans 2 U-Bahnen verwüstet haben und abgesehen von dem Schaden die Leute, die [...] mehr...
Was ein Kindergarten......da spielen sich Ultras immer als die "wahren" Fans auf, die mit Verachtung auf das normale Publikum blicken. Als die einzigen die wirklich für Stimmung sorgen, der Support steht und fällt [...] mehr...
Den Ultras MG ist wohl die Zaunfahne auf recht lustige Art und Weise abhanden gekommen, weswegen sie sich jetzt aufgelöst haben. Abgesehen davon, daß die Darstellung der Umstände seitens der UMG eher an TKKG oder "Die Drei [...] mehr...
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