Hamburg - Der VfB Stuttgart muss weiter auf Werbung privater Wettanbieter verzichten. Das Verwaltungsgericht Stuttgart wies heute einen Eilantrag des Clubs gegen eine Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg zurück. Das höchste Verwaltungsgericht des Landes hatte den VfB Ende Oktober 2007 verpflichtet, jegliche Werbung für private Sportwettenanbieter wie "bwin" zu unterlassen. Das Verbot gilt jetzt so lange, bis der Europäische Gerichtshof eine Entscheidung trifft.
Stellvertretend für die Bundesligaclubs wollte der VfB erreichen, dass er wieder für private Wettanbieter werben darf. Unterstützt wurde der Verein bei seiner Klage von der Deutschen Fußball Liga (DFL). Nach einer Schätzung von DFL-Präsident Reinhard Rauball entgehen dem deutschen Fußball durch das Verbot privater Wettanbieter insgesamt Einnahmen in Höhe von 100 bis 300 Millionen Euro.
Der am Knie verletzte Stürmer Ronaldo hat die düstere Prognose des brasilianischen Idols Pelé gekontert und seinen Willen zur Fortsetzung seiner Karriere bekräftigt. "Wir wissen, dass Pelé bekannt dafür ist, falsche Prognosen zu allem abzugeben. Für gewöhnlich passiert genau das Gegenteil", sagte Ronaldo. Pelé hatte am Freitag gesagt, sein Landsmann würde sich von seiner erneuten Knieverletzung nur schwerlich erholen und kaum zu alter Stärke zurückfinden. Stürmerstar Ronaldo hatte sich Mitte Februar im Spiel seines Clubs AC Mailand gegen Livorno einen Bänderriss im Kniegelenk zugezogen und war kurz darauf in Paris operiert worden. Es ist seine dritte schwere Knieverletzung. Der 31-Jährige muss mit einem rund neunmonatigen Reha-Programm rechnen.
Der Flaschenwerfer von Sevilla, der den Abbruch des Punktspiels Betis gegen Athletic Bilbao provoziert hatte, ist in Untersuchungshaft eingewiesen worden. Der Mann hatte am Samstag eine Plastikflasche dem Athletic-Torwart Armando ins Gesicht geschleudert. Der Keeper erlitt eine Platzwunde und eine Verletzung des rechten Auges. Der Schiedsrichter brach die Partie beim Stand von 1:2 ab. Der spanische Verband RFEF muss nun entscheiden, ob das Betis- Stadion gesperrt und die ausstehenden 20 Spielminuten auf neutralem Platz nachgeholt werden. Der Zwischenfall löste in Spanien eine Hass-Kampagne gegen den Flaschenwerfer aus. Das staatliche Fernsehen TVE bezeichnete den Mann in seiner Sendung als "Tier". Mehrere Sportblätter charakterisierten den Flaschenwerfer als einen "Wilden" und druckten Fotos von dem Wohnhaus des Mannes ab, dessen Mauern in den grün-weißen Vereinsfarben von Betis gestrichen sind.
pav/sid/dpa/AP
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