Hamburg - Die Beschwerden des zweimaligen Weltfußballers Ronaldinho im Adduktorenbereich sorgen für Verwirrung bei Schalkes Champions-League-Gegner FC Barcelona. Der Brasilianer brach gestern das Training nach nur sechs Minuten wegen erneuter Probleme ab, heute gab der Verein auf seiner Internetseite an, dass der Mittelfeldspieler sich keine Muskelverletzung zugezogen habe. Ronaldinho soll in den kommenden Tagen ein spezielles Aufbauprogramm absolvieren. Eine genauere Ausfallzeit wurde nicht genannt. Dennoch dürfte Ronaldinho für das Viertelfinale in der "Königsklasse" rechtzeitig fit werden. Barcelona tritt am 1. April zum Hinspiel in Gelsenkirchen (20.45 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) an. Ronaldinho war im Vorfeld des 2:2 der Katalanen am Sonntag bei UD Almeria von Trainer Frank Rijkaard wegen der Blessur aus dem Kader gestrichen worden.
Die Weltmeisterschaft 2010 kostet Ausrichter Südafrika mehr als drei Milliarden Euro. Sportminister Mike Stofile erklärte heute in Pretoria, zwei Drittel des Geldes seien bereits als Direktinvestitionen in Infrastruktur und Rahmenprogramme geflossen. Gut 800 Tage vor dem Anpfiff von Afrikas erster Fußball-WM seien bislang alle gemachten Zusagen erfüllt.
Nach seinem Flaschenwurf gegen Keeper Armando von Athletic Bilbao hat sich der festgenommene Fan vom spanischen Erstligisten Betis Sevilla reumütig gezeigt. "Mein Klient ist sehr traurig. Er wollte Armando nicht verletzen. Er hat so reagiert, weil er ein großer Betis-Fan ist", sagte Anwalt Alvaro Pimentel, der den beschuldigten Flaschenwerfer vertritt, und fügte an: "Er will nur, dass man seine Familie in Ruhe lässt." Der 40-jährige Fan von Betis hatte Bilbao-Keeper Armando am Wochenende mit einer Flasche im Gesicht getroffen. Der Schlussmann wurde so heftig getroffen, dass er mit mehreren Stichen genäht werden musste. Der Schiedsrichter brach die Partie 18 Minuten vor dem Ende beim Stand von 1:2 ab.
Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat Lucien Favre, Trainer des Bundesligisten Hertha BSC, wegen unsportlichen Verhaltens zu einer Geldstrafe in Höhe von 20.000 Euro verurteilt. In der mündlichen Verhandlung hob das Sportgericht heute zugleich das zuvor im Einzelrichter-Urteil verhängte Innenraum-Aufenthaltsverbot für ein Spiel auf. Favre hatte am 7. März in der Partie bei Borussia Dortmund (1:1) einen Schiedsrichter-Assistenten am Oberarm angefasst und sich anschließend unsportlich gegenüber dem vierten Offiziellen geäußert.
Der ehemalige Vorstandsvorsitzende des Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern, René C. Jäggi, will nach SWR-Informationen Anzeige gegen zwei Vereinsmitglieder wegen übler Nachrede erstatten. Jäggi und sein Nachfolger Erwin Göbel waren von den beiden FCK-Mitgliedern wegen Untreue angezeigt worden, weil sie eine zu hohe Steuernachforderung des Finanzamtes in Höhe von 8,95 Millionen Euro akzeptiert und damit den 1. FC Kaiserslautern geschädigt haben sollen. Eines der namentlich nicht genannten FCK-Mitglieder sagte dem SWR, die Anzeige trotz Jäggis Reaktion aufrecht zu erhalten. In einer ersten Stellungnahme des Vereins hatten die Betroffenen am 12. März erklärt, sie könnten sich die Vorwürfe nicht erklären. Die Strafanzeige sei für beide unverständlich.
chp/sid/dpa
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