Hamburg - Beide Clubs hatten vor dem Sportgericht des Nordostdeutschen Fußballverbandes (NOFV) auf Freispruch plädiert - ohne Erfolg. Der Hallesche FC wurde wegen unsportlichen Verhaltens zu einem Abzug von drei Punkten in der laufenden Oberliga-Saison verurteilt. Außerdem darf der Verein im nächsten Heimspiel gegen den ZFC Meuselwitz maximal tausend Zuschauer auf die Haupttribüne lassen.
Auf seiner Homepage bezeichnete der Club das Urteil als "Farce" und erwägt, Berufung einzulegen. Bei dem Prozess ging es um Vorfälle in einem Oberliga-Spiel zwischen Halle und dem FC Carl Zeiss Jena II. Während der Partie waren aus dem Fanblock des Halleschen FC deutlich die Worte "Juden-Jena" zu hören.
Auch Carl Zeiss Jena wurde vom NOFV verurteilt: Der Verein muss eine Geldstrafe in Höhe von fünfhundert Euro zahlen. Laut Paragraph 16, Absatz 8 der Spielordnung, hätte auch das Gastteam die Hallenser Ordner darauf aufmerksam machen müssen, dass aus der Kurve antisemitische Rufe zu hören waren. Dies ist jedoch nicht geschehen.
hut
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