Der AC Florenz ist auf dem besten Weg ins Uefa-Cup-Finale. Die Italiener kamen im Hinspiel beim schottischen Rekordmeister Glasgow Rangers zu einem 0:0. Damit verschaffte sich die Fiorentina, die in der Serie A als Vierter mit vier Punkten Vorsprung auf den AC Mailand auf Champions-League-Kurs liegt, eine glänzende Ausgangsposition für das Rückspiel am 1. Mai im heimischen Artemio-Franchi-Stadion.
Glasgow, das nach dem Gewinn des Pokalsieger-Cups 1972 erstmals wieder einen Europacup nach Schottland holen will, musste offenbar dem großen personellen Aderlass mit zahlreichen Verletzten Tribut zollen und blieb während der gesamten Partie ohne nennenswerte Torgelegenheit. In der Champions League hatten die Rangers die Vorrunde als Dritter vor dem deutschen Meister VfB Stuttgart abgeschlossen, im Achtelfinale des Uefa-Cups schalteten sie Werder Bremen aus.
Die Neuauflage des ersten Finals im Europapokal der Pokalsieger (1961, 2:0 und 2:1 für Florenz) enttäuschte jedoch die rund 45.000 Zuschauer im Ibrox-Park. Die Rangers, die zum 50. Mal im nationalen Cup-Finale stehen und auch noch beste Chancen auf den Meistertitel haben, mussten auf sieben Spieler verzichten. Darunter auch den verletzten Stammtorhüter Allan McGregor und den gesperrten Kapitän Barry Ferguson. Florenz konnte dagegen auf den wegen eines Infekts fraglichen Tomas Ujfalusi zurückgreifen und stand in der Innenverteidigung sehr sicher.
Glasgow wirkte schon im ersten Durchgang kraftlos. Florenz agierte abwartend, hatte bei seinen Kontern aber noch die besseren Gelegenheiten. Bei der besten nutzte Adrian Mutu jedoch die Hand (29.), zehn Minuten später rettete Rangers-Keeper Neil Alexander nach schönem Pass von Mutu im letzten Moment vor Mario Alberto Santana. Auch in der zweiten Hälfte agierte Glasgow ohne die letzte Durchschlagskraft. Die beste Gelegenheit besaß auch diesmal Mutu, dessen Freistoß aus mehr als 30 Metern Alexander aber sicher parierte.
Glasgow Rangers - AC Florenz 0:0 (0:0)
Glasgow Rangers: Alexander - Broadfoot, Weir, Cuellar, Papac, Whittaker, Dailly - St. Davis, Hemdani - Nacho Novo (59. Buffel), Darcheville (60. Cousin)
Florenz: Frey - Gamberini, Ujfalusi - Jörgensen, Gobbi, Liverani, Kuzmanovic, Montolivo, Santana - Pazzini (81. Vieri), Mutu
Schiedsrichter: Vassaras (Griechenland)
Zuschauer: 50.500
Gelbe Karten: Santana (22.), Gamberini (78.), Gobbi (83.)
goe/jar/sid
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