Mittwoch, 10. Februar 2010

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27.04.2008
 

Kurzpässe

Schneider hofft auf EM, Wörns verlässt Dortmund

Abschied: BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hat die Trennung von Verteidiger Christian Wörns bestätigt. Nationalspieler Bernd Schneider gibt die Hoffnung auf seine EM-Teilnahme nicht auf. David Odonkor würde sich für das Turnier nominieren.

Hamburg – Der an der Bandscheibe operierte Nationalspieler Bernd Schneider will seine Teilnahme an der Europameisterschaft in Österreich und der Schweiz (7. bis 29. Juni) noch nicht abschreiben. "Die Operation ist gut verlaufen. Die Genesung kann schneller gehen, als viele denken", sagte der 34-Jährige von Bayer Leverkusen in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Bundestrainer Joachim Löw hatte Schneider bereits am Samstag den Rücken gestärkt. In den kommenden Tagen will Löw mit Schneider ein Gespräch führen und ausloten, wie realistisch dessen EM-Teilnahme ist.

Dortmunds Wörns (vorn): Trennung vom BVB
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AP

Dortmunds Wörns (vorn): Trennung vom BVB

Ansprüche auf einen Platz im EM-Kader der Nationalmannschaft hat unterdessen David Odonkor vom spanischen Erstligisten Betis Sevilla angemeldet. "Ich gehe davon aus, dass ich im Kader bin. Ich komme zurzeit immer besser in Form", sagte der 24-Jährige der "Bild am Sonntag". Seine monatelange Verletzungspause wegen einer Operation am Knie hat der Flügelspieler abgehakt. "Vor ein paar Wochen hätte ich mich auch nicht nominiert. Da war ich verletzt, danach nicht in Form. Aber jetzt würde ich an der Stelle von Jogi Löw sagen: 'Der Odonkor muss mit.' Denn ich bin wieder da", sagte der frühere Dortmunder. Bei Betis kam er in der laufenden Spielzeit nur selten über die Rolle als Einwechselspieler hinaus.

Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke gab in der DSF-Sendung Doppelpass bekannt, dass Ex-Nationalspieler Christian Wörns nach dieser Saison Borussia Dortmund verlässt. "Unsere sportliche Leitung ist sich einig, dass wir einen Neuaufbau, insbesondere im hinteren Bereich, starten wollen", sagte Watzke. "Er wird im nächsten Jahr 36 Jahre alt. Irgendwann läuft die biologische Uhr einfach ab. Ich habe diese Woche mit ihm ein Gepräch geführt, dass wir das vernünftig und professionell zu Ende bringen", fügte er hinzu. BVB-Verteidiger Wörns hatte noch unter der Woche erklärt, nach dem Saisonende eine Entscheidung treffen zu wollen. Allerdings wurde bereits über einen möglichen Wechsel zum Zweitligisten TSV 1860 München spekuliert.

Der ehemalige Fifa-Schiedsrichter und heutige CDU-Bundestagsabgeordnete Bernd Heynemann ist einer von insgesamt 17 Kandidaten für das neunköpfige Präsidium bei Hertha BSC Berlin. Das berichtet die "Berliner Morgenpost": "Herr Heynemann gehört zu den Kandidaten, die wir zu einem Gespräch geladen haben", sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Werner Gegenbauer, der bei der Wahl am 23. Mai fürs Präsidentenamt antritt. Eine Voraussetzung für die Kandidatur fehlt Heynemann jedoch: Er ist nicht wie erforderlich schon ein Jahr Mitglied des Clubs, sondern soll erst in der vergangenen Woche beigetreten sein. Deshalb braucht er für seine Kandidatur eine Ausnahmegenehmigung des Aufsichtsrates.

Schiedsrichter Herbert Fandel leitet am Dienstag (20.45 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) das Halbfinal-Rückspiel in der Champions-League zwischen Manchester United und dem FC Barcelona (Hinspiel 0:0). Der 44-Jährige hatte in der vergangenen Saison bereits das Finale der Königsklasse zwischen dem AC Mailand und dem FC Liverpool (2:1) gepfiffen und wird auch der deutsche Referee bei der Europameisterschaft sein.

Auf dem Rasen an der Stamford Bridge ist es nach dem 2:1-Erfolg des FC Chelsea im Premier-League-Spiel gegen Manchester United zu einem Streit zwischen einigen "ManU"-Spielern und Chelsea-Ordnern gekommen. Die Spieler wollten beim Auslaufen das Feld nicht verlassen. Zuvor soll Manchesters Verteidiger Rio Ferdinand ein Ballmädchen angeschossen haben. "Wir werden die relevanten TV-Bilder studieren und das weitere Vorgehen abstimmen", sagte ein Chelsea-Sprecher. Der englische Fußball-Verband FA kündigte eine Untersuchung der Vorfälle an.

Ein polnischer Fan ist bei Ausschreitungen getötet worden. Anhänger des Erstligisten Polonia Bytom sollen auf den 23 Jahre alten Fan eines Viertligisten aus derselben Stadt eingeprügelt haben. Überwachungskameras zeigten fünf Menschen im Alter zwischen 19 und 28 Jahren als Täter, sie wurden bereits verhaftet.

wit/sid/dpa

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