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14.05.2008
 

Misstrauen gegen Vereinsärzte

Klasnic verlässt Werder Bremen

Der kroatische Nationalspieler Ivan Klasnic hat ein Angebot von Werder Bremen abgelehnt, seinen Vertrag zu verlängern. Seine Begründung: Er hätte sich weiter von jenem Vereinsarzt behandeln lassen müssen, gegen den er eine Schadensersatzklage in Millionenhöhe eingereicht hat.

Bremen - Nach sieben Jahren wird Ivan Klasnic Werder Bremen verlassen. Der Stürmer gab am Mittwoch bekannt, dass er das Angebot des Vereins auf Vertragsverlängerung abgelehnt habe.

Stürmer Klasnic: Gestörtes Vertrauensverhältnis
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AP

Stürmer Klasnic: Gestörtes Vertrauensverhältnis

Als Grund nannte Klasnic das gestörte Vertrauensverhältnis zur medizinischen Abteilung. In einer Pressemitteilung der Hamburger Anwaltskanzlei Prinz erklärte er: "Eine Fortsetzung der Zusammenarbeit hätte vorausgesetzt, dass ich weiterhin bei den Spielen für Werder von demselben Vereinsarzt betreut werden müsste, gegen den mein Anwalt einen Haftungsprozess wegen eines nach meiner Auffassung erfolgten schweren Behandlungsfehlers führt."

Der 28-Jährige hatte Ende April Klage gegen die Mannschaftsärzte Götz Dimanski und Manju Guha eingereicht. Darin fordert er Schmerzensgeld und Schadensersatz in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro. Klasnic wirft den Medizinern vor, jahrelang seine schlechten Nierenwerte nicht erkannt zu haben, zudem sei der schlechte Zustand seiner Nieren durch die häufige Gabe von Schmerzmitteln möglicherweise noch verschlimmert worden.

Dem Stürmer musste 2007 eine neue Niere implantiert werden. Er ist seitdem weltweit der einzige Fußballprofi, der mit einer transplantierten Niere spielt. Klasnic war 2001 vom FC St. Pauli nach Bremen gekommen. In 150 Bundesligaspielen erzielte er 49 Tore für Werder und gewann mit Werder 2004 das Double aus Meisterschaft und Pokal.

Für welchen Verein Klasnic in Zukunft spielen wird, steht noch nicht fest, laut Pressemitteilung habe er "einige sportlich interessante Angebote international spielender Erstliga-Vereine" erhalten.

Werder-Manager Klaus Allofs sagte auf der Homepage des Vereins: "Wir hatten in den vergangenen Tagen unser Angebot noch ein weiteres Mal nachgebessert, doch er hat sich leider gegen eine Verlängerung entschieden. Wir hätten uns ein anderes Ergebnis gewünscht, denn Ivan ist ein hervorragender Stürmer, der seine Klasse nach seiner schweren Nierenerkrankung auch in dieser Saison wieder nachgewiesen hat."

all/sid

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