Von Mike Glindmeier
Hamburg - Es ist ein Horrorszenario für viele Fußballfans: Sonntag, 12.30 Uhr, und der Ball rollt. Geht es nach der Deutschen Fußball-Liga (DFL), wird dieser Albtraum für Fans bereits zur kommenden Saison wahr werden. Bis zu vier Spiele der Zweiten Fußball-Bundesliga könnten nach dem TV-Modell, das den Vereinen mehr Geld einbringen soll, am Sonntagmittag ausgetragen werden. Wie Gästefans zu diesem Zeitpunkt beispielsweise von Osnabrück nach München anreisen sollen, lässt das DFL-Konzept offen. Schon kurz nach Bekanntwerden der Pläne formierte sich der Widerstand. Die Initiative "Kein Kick vor Zwei" sammelte im Internet Unterschriften, mittlerweile haben sich über 520 Fanclubs auf der Protestliste verewigt. Allerdings ist es in den vergangenen Wochen ruhiger um die Initiative geworden. An den kommenden Bundesliga-Spieltagen wollen andere Gruppen die Proteste jetzt neu entfachen. Das Motto lautet: Fans zeigen der DFL viele Karten.
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Über 250.000 Postkarten verteilen die Fanorganisationen Pro-Fans, Bündnis Aktiver Fußball Fans (BAFF) und Unsere Kurve (UK) während der kommenden Spieltage in den ersten drei Ligen. Damit wollen die Fans ihren Unmut äußern und gegen die totale Vermarktung der Profiligen protestieren. Der Adressat ist auf allen Postkarten schon draufgedruckt – die DFL in Frankfurt am Main.
"Stoppt den Vermarktungswahn" oder "Für Geld kann man vieles kaufen. Treue Fans nicht", steht auf den Postkarten, die ab Freitag bei Bundesligaspielen verteilt werden. "Es ist der Startpunkt vieler bundesweiter Protestaktionen", sagt Philipp Markhardt von Pro-Fans zu SPIEGEL ONLINE, "wir wollen den Verantwortlichen der DFL zeigen, dass für die Fans die Schmerzgrenze überschritten ist."
Die Verhinderung des totalen Ausverkaufs des Fußballs stehe im Vordergrund des Protests. "Die Fans sind ein elementarer Bestandteil des Fußballs - wie die Spieler, der Schiedsrichter und der Ball", so Mathias Scheurer, Sprecher von UK, "das sollten die DFL und die Vereine nie vergessen."
Ligapräsident Reinhard Rauball hatte zuletzt in einem Interview mit "dem Westen" eine Hintertür einen Spalt offen gelassen: "Da ist die Frage, wie man einen tragfähigen Kompromiss zustande bekommt. Da kommt wieder die Vielfalt der Fanszene ins Spiel", hatte der BVB-Präsident in Bezug auf die neuen Anstoßzeiten gesagt. Wie dieser Kompromiss aussehen könnte, ließ Rauball allerdings offen.
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Ach, bitte, der Vergleich tut diesen niedlichen, fleißigen Entenvögelchen des Nordatlantik bitter Unrecht... Im übrigen ist halb eins nun wirklich die mieseste Anstoßzeit für ein Fußballaspiel - der Tag ist zerhackt und futsch, [...] mehr...
Und dazu wird es mit Sicherheit kommen ! Die Fans machen für ihrene Verein sicher einiges, aber irgendwann ist auch mal eine Grenze erreicht ! Und das alles nur um noch mehr Mediengelder in die Ligen zu pumpen. Womit man sich [...] mehr...
Nein! Fans gehen nicht koordiniert vor, die DFL sehr wohl. Und da es um Scheinchen geht, ist den Papageientauchern aus den Führungsetagen der mächtigsten Clubs das Fußballleben zwischen B-Klasse und 2.BL herzlich egal. mehr...
Und wenn man am Sa. vormittag arbeiten muss? Und wenn man nicht der Typ Mensch ist, der Lust hat, nach einem Fußballspiel aus irgendwelchen Gründen feiern zu gehen? Und wenn man Spiele mit seinen Kindern besucht? Ich [...] mehr...
Freitag als Gast bleibt man halt über Nacht und kann schön feiern gehen - nicht das problem. Montag und sonntag ist immer anstrengend - insbes. montag geht garnicht, das stimmt schon. aber darrüber hinaus : die können am [...] mehr...
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