Hamburg - Borussia Dortmund hat sich für die Beleidigungen seiner Fans gegen den Investor des Konkurrenten 1899 Hoffenheim, Dietmar Hopp, entschuldigt. "Was in Mannheim passiert ist, war peinlich, beschämend und unwürdig", sagte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke in einer Pressemitteilung. "Wir werden alles daran setzen, dass Leute, die unter dem Deckmantel von BVB-Fans aus der Rolle fallen, nicht länger den Ruf des BVB beschädigen", so Watzke.
Bei der 1:4-Niederlage am Sonntag hatte ein Dortmunder Anhänger ein Plakat mit dem Abbild Hopps und der Aufschrift "Im Fadenkreuz. Hasta la vista, Hopp" hochgehalten. Außerdem kam es zu Sprechchören gegen den Hoffenheimer Finanzier. Dortmund werde die Ermittlungen der Polizei unterstützen, die sich gegen den festgenommenen Mann richten und nach der Auswertung des Videomaterials weitere Stadionverbote aussprechen. Der Mann wurde nach einer Anhörung und einer Belehrung von der Polizei wieder auf freien Fuß gesetzt, die Akte geht an die Staatsanwaltschaft. Nach einem Bericht des "Mannheimer Morgen" in der Dienstag-Ausgabe wird Hopp Anzeige wegen Beleidigung erstatten. "Ich mache das auf jeden Fall. So kann es nicht weiter gehen, sonst nimmt das Überhand", so Hopp.
Seine geplante Teilnahme an der Konferenz der Uefa für Nationaltrainer und Technische Direktoren in Wien muss Bundestrainer Joachim Löw absagen. Der 48-Jährige verletzte sich bei einem Freizeitspiel auf einem Kunstrasenplatz in Freiburg schwer am Knie. Löw blieb bei der Partie im Freundeskreis im Kunstrasen hängen und zog sich dabei eine Kapsel-, Bänder- und Meniskusverletzung im rechten Knie zu.
"Ich kann momentan nicht normal gehen und soll mich vorerst schonen. Wenn die Schwellung abgeklungen ist, werde ich mich hoffentlich wieder schmerzfrei bewegen können", sagte Löw und fügte an, dass die Verletzung "keinerlei Auswirkungen auf die Vorbereitung der beiden kommenden WM-Qualifikationsspiele gegen Russland und Wales haben" wird. Der DFB wird auf der Konferenz, bei der die Auswertung der EM-Erfahrungen auf dem Programm steht, nun von Löw-Assistent Hansi Flick sowie Manager Oliver Bierhoff vertreten.
Manchester United muss nach dem 1:1 im Spitzenspiel am Sonntag gegen den FC Chelsea knapp 32.000 Euro Strafe zahlen. Die Spieler des englischen Meisters waren in einem hart umkämpften Spiel siebenmal von Schiedsrichter Mike Riley mit Gelb verwarnt worden. Teammanager Sir Alex Ferguson zeigte sich verwundert über die Strafe. Es sei zwar ein hartes Spiel gewesen, jedoch habe es keine schlimmen Fouls gegeben. Sein Kollege vom FC Chelsea, Luiz Felipe Scolari, warf den Spielern Manchesters mangelnden Respekt vor.
met/dpa/sid
Auf anderen Social Networks posten:
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Sport | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Fußball | RSS |
| alles zum Thema Kurzpässe | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2008
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH