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07.10.2008
 

Bayern-Krise

"Im Prinzip macht Klinsmann alles richtig"

Der Optimismus lebt in München: Sowohl Bayern-Boss Rummenigge als auch Trainer Klinsmann glauben weiter an den Meister-Titel - und an ein gemeinsames Saisonende. Neben deutlicher Kritik an der Mannschaft gibt es Rückendeckung für Kapitän van Bommel und Torhüter Rensing.

Hamburg - Drei Tage nach dem 3:3 gegen den VfL Bochum kritisiert Jürgen Klinsmann sein Team, nennt jedoch keine Namen. "Alleine das dritte Tor hätten fünf Spieler verhindern müssen", sagte der Bayern-Coach der "Bild"-Zeitung. Außerdem sei auch seine Geduld im Bezug auf die Leistung der Mannschaft "nicht unendlich".

Bayern-Boss Rummenigge (l.), Coach Klinsmann: Zuversicht
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Getty Images

Bayern-Boss Rummenigge (l.), Coach Klinsmann: Zuversicht

Einzig auf seinen Kapitän ging er explizit ein. Es sei kein Fehler gewesen, Mark van Bommel das Amt übertragen zu haben, so Klinsmann. Er stehe nach wie vor zu dieser Maßnahme: "Es ist doch nicht entscheidend, ob der Kapitän einmal auf der Bank sitzt."

Unterstützung bekam der Trainer vom Bayern-Vorstandsvorsitzenden Karl-Heinz-Rummenigge. "Er ist der beste Kapitän für uns, hatte zuletzt aber eine sportliche Schwächephase. Doch er wird zurückkehren: Als Spieler, als Leader und somit auch als Bayern-Kapitän." Auch Keeper Michael Rensing hat noch das Vertrauen des früheren Weltklassestürmers. Er müsse aber jetzt mit dem Druck fertig werden und beweisen, dass er eine würdige Nummer eins beim Meister sei.

Dem Coach stärkte der Bayern-Boss ebenfalls den Rücken: "Wir sind von Jürgen Klinsmann überzeugt", sagte Rummenigge. "Er ist der richtige Trainer für uns. Im Prinzip macht er alles richtig." Es gebe keinen Zweifel, dass der jetzige Trainer auch am 34. Spieltag noch auf der Bank sitzen werde. Von der Mannschaft verlangt der 53-Jährige, dass sie "kratzt, beißt und spuckt". Bei einigen Akteuren werde man jetzt "eine andere Gangart anschlagen". Egoistisch zu agieren sei nicht der Weg, der zum Erfolg führe, so Rummenigge.

Den Meister-Titel haben weder Rummenigge noch Klinsmann abgeschrieben. Man werde angreifen und am Ende Erfolg haben, ist sich der Vorstandschef sicher. Und auch Klinsmann gibt sich überzeugt: "Ich bin ein Kämpfertyp und ein Optimist. Und das hat mich in meiner bisherigen sportlichen Karriere dazu gebracht, dass ich immer meine Ziele erreicht habe", so der 44-Jährige. "Es gab immer schwierige Phasen und ich musste in dieser Zeit viel einstecken, aber ... am Ende gab es immer Jubel und Zufriedenheit. So wird es auch diesmal sein."

fsc

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