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06.11.2008
 

Uefa-Cup

Siege für Wolfsburg und Stuttgart, Hertha und Schalke spielen remis

Zwei Tore, drei Punkte: Dank eines Doppelschlags von Mario Gomez gewann der VfB Stuttgart gegen Partizan Belgrad. Hertha BSC spielte trotz einer guten Leistung bei Metalist Kharkov nur unentschieden. Wolfsburg siegte hoch gegen Heerenveen. Schalke holte in Santander einen Punkt.

Hamburg - Mit einem 5:1 (2:1)-Kantersieg gegen den SC Heerenveen ist der VfL Wolfsburg furios in die Gruppenphase des Uefa-Pokals gestartet. Einen ungefährdeten Heimerfolg feierte auch der VfB Stuttgart, der sich 2:0 (0:0) gegen Partizan Belgrad durchsetzte. Hertha BSC und Schalke 04 erkämpften sich im zweiten Gruppenmatch jeweils ein Remis. Die Mannschaft von Trainer Lucien Favre trennte sich auswärts von Metalist Kharkov 0:0 - angesichts der Chancen war für die Berliner sogar mehr möglich. Schalke erkämpfte sich beim spanischen Club Racing Santander ein 1:1 (0:0) und machte damit einen weiteren Schritt in Richtung K.o.-Runde.

Stuttgart gewann das zweite Spiel der Uefa-Cup-Gruppenphase gegen Partizan Belgrad nach einem Doppelschlag von Nationalstürmer Gomez (76. und 80.) verdient 2:0 (0:0) und ist nach dem 0:2 zum Auftakt beim FC Sevilla wieder im Soll. In der Bundesliga steht die Mannschaft von Armin Veh, der am Donnerstag exakt 1000 Tage als VfB-Coach im Amt war, nach zuletzt zwei Niederlagen in Hamburg (0:2) und gegen Köln (1:3) am Sonntag (17 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) bei Eintracht Frankfurt erneut unter Zugzwang.

Der VfB hatte gegen den Tabellenführer Serbiens, der in der Gruppenphase nach dem 1:2 zum Start gegen Genua seine zweite Niederlage kassierte, schon vor Gomez' Treffern einige gute Möglichkeiten. Doch entweder scheiterte Stuttgart am eigenen Unvermögen oder hatte Pech. So trafen Martin Lanig (17.) und Elson (58.) nur den Pfosten beziehungsweise die Latte des Belgrader Tores. Veh musste gegen Partizan neben Khalid Boulahrouz (Muskelfaserriss) kurzfristig auch den erkrankten Sami Khedira sowie Serdar Tasci ersetzen. Der Nationalspieler musste beim Warmlaufen wegen einer Oberschenkelverhärtung passen, für ihn rückte Ricardo Osorio in die Startelf. Zudem schonte Veh zunächst Kapitän Thomas Hitzlsperger, Cacau und Arthur Boka.

Das nach dem 1:3 gegen Köln damit auf sechs Positionen veränderte Stuttgarter Team begann jedoch sehr engagiert und setzte Belgrad unter Druck. Nachdem Ciprian Marica in der 13. Minute die erste Möglichkeit der Schwaben vergeben hatte, scheiterte Gomez nur wenige Sekunden später freistehend am unsicheren Belgrader Keeper Mladen Bozovic. Doch nach Lanigs Kopfball an den Pfosten und einer weiteren Chance von Marica (21.) stellte der VfB bis zur Pause seine Bemühungen ein. Der bis dahin harmlose Gast kam deshalb vor 20.500 Zuschauern immer besser ins Spiel und vergab durch Milos Bogunovic und Zoran Tosic gute Möglichkeiten zur Führung.

Nach dem Wechsel erhöhte der VfB jedoch wieder das Tempo und erspielte sich gegen die vor allem in der Defensive unsicheren Belgrader ein deutliches Übergewicht. Kapital konnten die Gastgeber aber erst nach weiteren guten Chancen von Gomez (46./73.) und Elson schlagen. Der Nationalstürmer traf zunächst per 20-Meter-Linksschuss und nach einem Konter erneut mit links.

"Es war ein verdienter Sieg und eine ordentliche Leistung von uns", zeigte sich Trainer Veh nach der Partie zufrieden. "Wir haben 25 Minuten richtig gut gespielt und viele Torchancen gehabt, nur das Tor nicht gemacht. Danach haben wir etwas den Faden verloren. In der zweiten Halbzeit waren wir aber wieder dominant. Der Sieg war wichtig für uns", so der Coach.

Partizan-Trainer Slavisa Jokanovic schloß sich Veh an: "Es war ein verdienter Sieg für den VfB. Wir hatten in der ersten Halbzeit zwar auch einige Chancen, und wir haben diszipliniert gespielt, doch Stuttgart hat in der letzten Viertelstunde unsere Schwächen ausgenutzt und den Unterschied zwischen der Bundesliga und unserer Liga aufgezeigt."

Alle Ergebnisse und Tabellen des zweiten Spieltags der Uefa-Cup-Gruppenphase finden Sie hier.

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