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29.11.2008
 

Kurzpässe

Slomka kritisiert Schalke-Führung, Hildebrand darf wechseln

Rückkehr in die Bundesliga möglich: Timo Hildebrand darf den FC Valencia bereits im Winter ablösefrei verlassen, Mirko Slomka kritisiert die Schalker Personalpolitik, Famagusta-Präsident Andreas Panteli wurde festgenommen.

Hamburg - Mirko Slomka, ehemaliger Trainer von Schalke 04, hat seinen ehemaligen Arbeitgeber kritisiert. "Ich habe immer gelesen und gehört, dass man auf Schalke schöneren Fußball spielen will. Aber die Stärken des Kaders liegen eindeutig im Verhindern von Toren", sagte Slomka in einem Interview mit der "Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung". "Was da jetzt zum Teil offenbar gefordert wird, kann man einfach nicht herbeizaubern. Die Mannschaft ist anders strukturiert, da muss man sich auch andere Strategien als Bayern, Leverkusen oder Hoffenheim überlegen, die spielerisch über mehr Elemente verfügen", sagte der 41-Jährige, der im April als Cheftrainer bei Schalke 04 entlassen worden war.

Ex-Schalke-Trainer Slomka: Kritik an Manager Müller.
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AP

Ex-Schalke-Trainer Slomka: Kritik an Manager Müller.

Auch die Personalpolitik von Manager Andreas Müller bedachte Slomka mit kritischen Worten. "Man kann schon sagen, dass sie mir zum Verhängnis geworden sind", antwortete Slomka auf die Frage, wie gut Schalker Transferaktivitäten im vergangenen Winter waren. Vor der Rückrunde der Saison 2007/2008 verpflichtete der Club Albert Streit, Ze Roberto und Vincente Sanchez, die sich alle drei nicht durchsetzten konnten. "Aber ich will zu dem Thema nur noch eins sagen, und das können Sie interpretieren wie Sie wollen: Ich werde nie wieder einen Spieler akzeptieren, mit dem ich nicht selber mindestens einmal am Tisch gesessen habe und den ich nicht wenigstens einmal live gesehen habe", sagte Slomka.

Einem Abschied von Torhüter Timo Hildebrand beim spanischen Erstligisten FC Valencia in der Winterpause steht nichts mehr im Wege. Vizepräsident und Sportdirektor Fernando Gomez bestätigte gegenüber spanischen Medien, dass der 29-Jährige den spanischen Ex-Meister am Jahresende definitiv ablösefrei verlassen könne. Hildebrand hatte sein letztes Pflichtspiel für Valencia am 24. August beim 2:4 gegen Real Madrid im zweiten Supercup-Finale bestritten. Der frühere Stuttgarter war mit Bundesliga-Spitzenreiter 1899 Hoffenheim in Verbindung gebracht worden. Auch im Zusammenhang mit dem 1. FC Köln und Borussia Dortmund wurde sein Name wiederholt genannt. Zuletzt hatte es ein Krisengesprächzwischen Hildebrand, Valancias Coach Unai Emery und Torwarttrainer José Manuel Ochotorena gegeben. Dies hatte jedoch kein Ergebnis gebracht.

Der Präsident des zyprischen Proficlubs Anorthosis Famagusta, Gruppengegner von Werder Bremen in der Champions League, ist im Zusammenhang mit einer Untersuchung wegen Untreue und Unterschlagung festgenommen worden. Andreas Panteli wird aus Kreisen des Vorstands vorgeworfen, Clubgelder in Höhe von 418.498 Euro unter falschen Angaben erhalten zu haben. Zudem habe er versucht, weitere 500.000 Euro in die eigene Tasche zu wirtschaften. In einem offiziellen Statement der Untersuchungsbehörden hieß es, dass wegen "Urkundenfälschung, Erteilung gefälschter Dokumente, Diebstahl, widerrechtlichem Erhalt von Geld und Verschleierung" ermittelt werde.

Der chilenische Nationalspieler Marcelo Salas beendet im Alter von 33 Jahren seine Karriere. Dies gab der Präsident seines Vereins Universidad de Chile bekannt. Der Rekord-Torschütze der Auswahl Chiles (37 Tore) spielte unter anderem für Lazio Rom und Juventus Turin in der italienischen Serie A. 1998 schoss er Chile zur ersten WM-Teilnahme nach 16 Jahren und hatte mit vier Toren als Sturmpartner von Ivan Zamorano großen Anteil am Achtelfinal-Einzug seines Teams.

Bei einer Schießerei während eines Fußballspiels sind in Argentinien drei Fans teilweise schwer verletzt worden. Die gewaltsame Auseinandersetzung zwischen den verfeindeten Fangruppen fand während der zweiten Halbzeit der Zweitligapartie Belgrano de Cordoba und Tiro Federal de Rosario statt. Bereits in der vergangenen Woche waren beim Erstligaspiel Santa Fe gegen Buenos Aires zwei Fans erschossen worden. Nach offiziellen Angaben sind seit 1939 in Argentinien 185 Menschen bei Gewalttaten in Zusammenhang mit Fußballspielen ums Leben gekommen. Der unabhängigen Organisation "Save Football" zufolge, liegt die Zahl der Opfer jedoch bei 232, davon allein fünf im Jahr 2008.

ruf/sid/dpa

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