Hamburg - Der ehemalige Bundesliga-Trainer Huub Stevens hat nach weniger als einem Jahr beim PSV Eindhoven aufgegeben. Der 55-jährige Niederländer, der bis Mai vergangenen Jahres den Hamburger SV trainiert hatte, reichte am Mittwoch seine Kündigung ein. Als Grund habe Stevens angegeben, dass es zwischen ihm und den PSV-Spielern "nicht wirklich Klick gemacht" habe, berichtet die niederländische Presseagentur ANP. Eine Mehrheit der PSV-Profis soll nicht mehr hinter dem Trainer gestanden haben. Der Clubvorstand bedauerte den Beschluss des Cheftrainers zwar, akzeptierte ihn aber und betonte, dass man Stevens in den vergangenen Monaten jegliche Unterstützung gewährt habe.
Stevens hatte einen Zweijahresvertrag beim PSV und sollte den Verein zum Titel führen. Doch bei dem erfolgsverwöhnten Club, der den Titel der niederländischen Ehrendivision bereits 21 Mal eroberte, lief es auch nach Stevens' Amtsübernahme im Sommer 2008 nicht. Nach Niederlagen - darunter ein 1:4 gegen Ajax Amsterdam - geriet Stevens in die Kritik. Das "NRC Handelsblad" hatte berichtet, dass Stevens bereits nach der Auswärtsniederlage im Herbst gegen NEC Nijmwegen seinen Rücktritt angeboten habe. Sportdirektor Jan Reker soll aber damals die Demission des Fußballlehrers abgelehnt haben.
Derzeit steht der PSV auf Platz fünf der Ehrendivision - mit 15 Zählern hinter Spitzenreiter AZ Alkmar. Am vergangenen Samstag hatte der PSV gegen NAC Breda (6. Platz) nur ein 2:2 erreicht. Fans hatten daraufhin lautstark gegen Stevens protestiert. In der Gruppenphase der Champion League war PSV ebenfalls gescheitert.
Funkel mit Frankfurt einig
Frankfurt-Trainer Friedhelm Funkel steht nach dem wochenlangen Tauziehen zwischen Vorstand und Aufsichtrat unmittelbar vor einer Vertragsverlängerung bis Ende Juni 2010. "Der Vorstand hat einstimmig für eine weitere Zusammenarbeit mit dem Trainer gestimmt und auch Herr Funkel ist einverstanden mit dem neuen Vertrag", sagte Frankfurts Vorstandsboss Heribert Bruchhagen am Mittwoch. Er habe den neuen Kontrakt dem Aufsichtsrats-Vorsitzenden Herbert Becker bereits vorgelegt, sagte Bruchhagen.
Das Gremium, in dem einige Funkel-Kritiker sitzen, soll der Vertragsverlängerung in den kommenden Tagen zustimmen. Dazu müsste der Aufsichtrat allerdings eine Sondersitzung einberufen. Denn die turnusmäßige Klausurtagung ist erst für den 6. Februar angesetzt. Dass der Aufsichtsrat diese Einigung mit seinem Veto noch torpediert, scheint ausgeschlossen. "Friedhelm Funkel ist unsere Lokomotive. In den fünf Jahren, die ich bei der Eintracht tätig bin, wurde aber keiner von hundert Vorschlägen des Vorstands abgelehnt. Wir haben uns immer geeinigt", sagte Bruchhagen.
Der 55-jährige Funkel geht damit aller Voraussicht nach bei den Hessen in sein sechstes Jahr und würde am 1. Juli 2009 den früheren DFB-Teamchef Erich Ribbeck als Rekord-Trainer in Frankfurt ablösen.
kna/dpa/sid
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