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Kuriose Trainerentlassungen Rauswurf nach der Ehrenrunde

Jürgen Klinsmann ist das jüngste Opfer, doch andere traf es noch viel härter: Als Lothar Matthäus in Wien gehen musste, atmete sogar die Putzfrau auf. Der FC Utrecht schasste vier Co-Trainer, weil sie ihre Koffer nicht tragen wollten. SPIEGEL ONLINE präsentiert kuriose Rauswürfe.

Mehr als 300 Trainer wurden bislang in der Geschichte der Bundesliga entlassen. Größen wie Jupp Heynckes, Otto Rehhagel oder Stuttgarts Meistertrainer Armin Veh sind darunter, das jüngste Beispiel ist Jürgen Klinsmann, der nach nur zehn Monaten beim FC Bayern vor die Tür gesetzt wurde. Die Rauswürfe in der Vergangenheit werden nicht selten begleitet von verbal nachtretenden Spielern, Funktionären oder auch den Trainern selbst. Alltag im Profi-Geschäft. Dennoch bleiben manche Entlassungen der vergangenen Jahrzehnte wegen ihrer Kuriosität unvergessen. SPIEGEL ONLINE hat die zwölf spektakulärsten Entlassungen in einer Rangliste zusammengestellt.

Lesen Sie im ersten Teil, warum sich ein Trainer auf Schalke schon vor seinem Rauswurf verabschiedete, und wie in Utrecht eine "Bombenleger"-Affäre mehrere Übungsleiter den Job kostete.

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insgesamt 5 Beiträge
Gottistrund 11.12.2008
Trainer mit uneingeschränkter Macht gab es schon immer: Rehagel, Happel, Lattek, Csernai. Neu ist, daß Trainer keine Hierarchien mehr brauchen, wie es gerade Hoffenheim vormacht (vorher Löw in Stuttgart, Doll in Hamburg). Weder [...]
Trainer mit uneingeschränkter Macht gab es schon immer: Rehagel, Happel, Lattek, Csernai. Neu ist, daß Trainer keine Hierarchien mehr brauchen, wie es gerade Hoffenheim vormacht (vorher Löw in Stuttgart, Doll in Hamburg). Weder für sich selbst noch in der Mannschaft. Dieser Spruch von "Das Team ist der Star" scheint sich tatsächlich durchzusetzen. Erinnern Sie sich noch an das Theater mit Ballack bei Bayern? Die Großkopferten wollten in ihm unbedingt einen Leader sehen, so wie früher mit Beckenbauer und so. Hat aber nicht geklappt, und die Bayern-Bosse verhielten sich deswegen mal fies, mal ratlos. Weil sie nicht verstanden, daß Ballack schon einer neuen Generation von Fußballverständnis angehört. Übrigens ist die freie Verantwortungsteilung spätestens seit dem Internet-Boom auch in der Wirtschaft angekommen...
weisswas 11.12.2008
das modell hat bereits mindestens einen erfolgreichen vorgänger, der alle strukturmerkmale aufweist. die konzentration der verantwortung auf den trainer beim sc freiburg unter volker finke. er war chef-trainer, chef-manager [...]
das modell hat bereits mindestens einen erfolgreichen vorgänger, der alle strukturmerkmale aufweist. die konzentration der verantwortung auf den trainer beim sc freiburg unter volker finke. er war chef-trainer, chef-manager und chef-sportdirektor. der erfolg dieses modells, sofern die protagonisten über ein überdurchschnittliches potential verfügen, spricht für sich. magath, ragnik und sicherlich noch ein paar andere trainer verfügen über diese potentiale, aber ein universell einsetzbares modell ist es sicherlich nicht. a. weil nicht genügend trainer dieses potential aufweisen, wie man es am nachfolger von volker finke in freiburg sehr schön exemplarisch nachvollziehen kann b. das modell selber widersprüche aufweist. je mehr druck diese "alleinherrscher" aufbauen, um ihre ziele durchzusetzen, desto mehr widerstand provozieren sie. das ist so lange kein problem wie der erfolg vorhanden ist. aber wird sofort zu einem "mörderischen" problem, sofern der erfolg ausbleibt. auch das konnte man sehr schön im fall von volker finke nachvollziehen.
Tomislav 11.12.2008
Dann hat sich Ballacks Fußballverständnis wohl in der Zwischenzeit zurückentwickelt. ;)
Zitat von GottistrundErinnern Sie sich noch an das Theater mit Ballack bei Bayern? Die Großkopferten wollten in ihm unbedingt einen Leader sehen, so wie früher mit Beckenbauer und so. Hat aber nicht geklappt, und die Bayern-Bosse verhielten sich deswegen mal fies, mal ratlos. Weil sie nicht verstanden, daß Ballack schon einer neuen Generation von Fußballverständnis angehört.
Dann hat sich Ballacks Fußballverständnis wohl in der Zwischenzeit zurückentwickelt. ;)
henry75 11.12.2008
Vorweg: Ein gut gemachter Artikel, Herr Biermann!! Dennoch als langjähriger Fußballfan (nicht Modefan!) empfinde ich dies alles nicht als Neuigkeit. In den 80ern hat ein gewisser Otto Rehhagel mit Werder Bremen mit seinem [...]
Vorweg: Ein gut gemachter Artikel, Herr Biermann!! Dennoch als langjähriger Fußballfan (nicht Modefan!) empfinde ich dies alles nicht als Neuigkeit. In den 80ern hat ein gewisser Otto Rehhagel mit Werder Bremen mit seinem "Konzept/Philosophie (oder wie man es auch neumodisch nennen mag...)"Kontrollierte Ofensive" spielen lassen und hatte dadurch seinen Mannschaften eine Handschrift gegeben. Stabile Abwehr. Schnelle Überbrückung des Mittelfeldes durch Passpiel auf die Außenpositionen, Flanke, Tor! Damit knackt man bestimmt auch die modernen Hoffenheimer... Rehhagel hatte zudem im Verein das Sagen und man ließ ihn machen. Gewiß hatte er formal nicht die Machtfülle wie Magath, seine Situation (Zusammenarbeit Management/Präsidium/Trainer und das letzte Wort hatte dann der Trainer, gerade bei den Neuverpflichtungen) ist mit der Rangnicks jedoch zu vergleichen. Bleibt abzuwarten ob der "Hurrafußball" eines R. Rangnick nicht zu schnell verpuffen wird. Rehhagel hatte sich nicht abgenutzt und war überaus erfolgreich mit seinen Bremern.
jack potter 11.12.2008
Einspruch, Finke ist "erst" in seiner zweiten Saison mit Freiburg aufgestiegen. Robin Dutt ist gerade in seiner zweiten und bis jetzt auf einem guten Weg.....Ansonsten stimme ich ihnen zu.
Zitat von weisswasa. weil nicht genügend trainer dieses potential aufweisen, wie man es am nachfolger von volker finke in freiburg sehr schön exemplarisch nachvollziehen kann
Einspruch, Finke ist "erst" in seiner zweiten Saison mit Freiburg aufgestiegen. Robin Dutt ist gerade in seiner zweiten und bis jetzt auf einem guten Weg.....Ansonsten stimme ich ihnen zu.
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