Hamburg - Der FC Barcelona hat mit einem deutlichen 4:1-Sieg im Finale über Athletic Bilbao den spanischen Pokal gewonnen. Mit dem Erfolg am Mittwochabend im Mestalla-Stadion in Valencia sicherten sich die Mannschaft von Trainer Josep Guardiola Sala bereits zum 25. Mal den spanischen Landespokal.
Der erste Schritt zur maximalen Saisonausbeute ist somit getan. Der FC Barcelona kann nun am kommenden Wochenende in der spanischen Liga zwei Spieltage vor Saisonschluss bei einem Sieg spanischer Meister werden. Die Krönung der Saison wäre dann der Sieg im Finale der Champions League gegen Manchester United am 27. Mai in Rom.
Gaizka Toquero hatte den Außenseiter Bilbao in der 8. Minute in Führung gebracht. Danach wurde jedoch Barça immer stärker. Yaya Touré (30.) erzielte für den Favoriten noch vor der Pause den Ausgleich. Lionel Messi (55.), Bojan Krkic (58.) und Xavi (64.) schossen nach dem Seitenwechsel die Tore für Barça.
In der Türkei hat Tabellenführer Besiktas Istanbul das türkische Pokalfinale gegen Fenerbahce Istanbul gewonnen. 4:2 setzte sich die Mannschaft von Trainer Mustafa Denizli durch und feierte damit den achten Pokalsieg der Vereinsgeschichte. Zwei Tore für Besiktas erzielte der Brasilianer Bobo (56./73.), je eines schossen Yusuf Simsek (6.) und Filip Holosko (80.). Für Fenerbahce, das seit 1983 auf einen Sieg im Pokal-Wettbewerb wartet, trafen Daniel Guiza (29.) und Alex (90.).
Die Diskussionen um Fenerbahces Trainer Luis Aragones werden nun vehementer. Die Mannschaft hat lediglich rechnerisch eine Chance auf die türkische Meisterschaft. Aragones stand bereits zu Beginn der Saison nach langer Erfolglosigkeit in der Kritik. Nach dem verlorenen Pokalfinale sieht es nun nach einer Trennung am Ende der Saison aus, wie das türkische Internet-Portal des Sportmagazins "Fanatik" meldet.
In Italien hat Lazio Rom hat in einem Elfmeter-Krimi das italienische Pokalfinale gegen Sampdoria Genua 6:5 gewonnen und sich damit zum fünften Mal den Landespokal geholt. Mit seiner entscheidenden Parade gegen den Argentinier Hugo Campagnaro stieg Lazio-Torwart Fernando Muslera vor 70.000 Zuschauern im ausverkauften Olympiastadion in Rom am Mittwochabend zum Pokalhelden auf. Nach Musleras Glanztat verwandelte Dabo den 14. Elfmeter des Abends zum Triumph der Römer. "Das war ein unvergesslicher Abend", sagte Italiens Staatschef Giorgio Napolitano. Nach regulärer Spielzeit und Verlängerung hatte es 1:1 gestanden.
Während die Genueser enttäuscht zu Boden sanken, ließ Lazio-Coach Delio Rossi seinen Freudentränen freien Lauf. "So ein hart erkämpfter Erfolg ist eben doch noch schöner", sagte er. Rossi bejubelte den Cup-Sieg als "Lohn für die Arbeit der vergangenen vier Jahre." Sampdorias Coach Walter Mazzarri gratulierte seinen "hervorragenden Spielern" und Cup-Sieger Lazio zugleich: "Es war ein würdiges Finale", so Mazzarri.
hyc/dpa/sid
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