Hamburg - Der Hamburger SV bemüht sich um eine Verpflichtung von Kevin Kuranyi vom Ligakonkurrenten Schalke 04. "Sie haben angefragt", bestätigte Kuranyi am Mittwochabend nach der 1:2-Niederlage der Schalker gegen den VfB Stuttgart. Der 27-jährige Stürmer, mit 13 Saisontreffern erneut der erfolgreichste Torjäger der Gelsenkirchener, will jedoch erst mit seinem aktuellen Arbeitgeber sprechen.
Kuranyi hat noch einen Vertrag bis 2010 bei Schalke 04. Der ehemalige Stuttgarter ist seit 2005 bei Schalke und erzielte dort in 127 Bundesliga-Spielen 53 Tore. Bereits im vergangenen Winter hatte er über einen Wechsel nachgedacht, war von Schalke aber als unverkäuflich bezeichnet worden.
Abwehrspieler Patrick Ochs von Eintracht Frankfurt ist vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) für ein Spiel gesperrt worden. Das gab der Bundesligist am Donnerstag bekannt. Der Profi hatte am Mittwochabend beim 0:5- Debakel der Hessen gegen Werder Bremen nach einer Notbremse gegen Mesut Özil in der 50. Minute die Rote Karte gesehen. Ochs fehlt damit seiner Mannschaft am Samstag in der Partie beim VfL Bochum. Die Eintracht hat dem Urteil zugestimmt.
Josef Wagner kletterte rund drei Jahrzehnte zehn Stufen zu seinem Arbeitsplatz hinauf, aber jetzt ist für ihn bald endgültig Schluss. Der 75 Jahre alte Rentner ist der letzte "Nummern-Boy" in der Ersten und Zweiten Fußball-Bundesliga. Seit 1975 hängt er per Hand die Zifferntafeln an die Spielstandsanzeige im Augsburger Rosenaustadion auf. Am Sonntag wird der FC Augsburg das letzte Saison-Heimspiel gegen den SV Wehen Wiesbaden spielen. Dort wird Wagner das letzten Mal den Spielstand aufhängen. Danach bekommt er eine Dauerkarte vom FCA geschenkt.
Ein homosexueller Schiedsrichter protestiert beim türkischen Fußballverband gegen seine Sperre. "Ich will meine Rechte zurück", zitierte die türkische Tageszeitung "Hürriyet" am Donnerstag aus einem Schreiben des 30-Jährigen an den Verband. Er war nach nur zwei Monaten seines Amtes enthoben worden, weil er seinen Militärdienst nicht abgeleistet hat. Die Bestimmungen des Verbandes sehen in diesem Fall vor, dass jemand dann auch nicht Schiedsrichter sein kann.
In einem Brief hatte der Mann die Hintergründe der Ausmusterung durch die Armee erläutert. Er gab seine Homosexualität als Grund an, berichtete "Hürriyet". Menschenrechtsgruppen haben in der Vergangenheit mehrfach gefordert, dass die türkische Armee ihre Haltung zur Homosexualität korrigieren müsse. Das Militär stufe Homosexualität als psychische Störung ein.
Fußball-Bundesligist Hertha BSC gibt seinen Fans einen Einblick in mehr als 116 Jahre Vereinsgeschichte und eröffnet ein virtuelles Museum. "Wir wollen kein altes und staubiges Museum sein, sondern setzen vor allem auf Zeitzeugen-Interviews", sagte die Sprecherin der Hertha-Stiftung, Marie-Christien Grützner. Für das Internet-Museum wurden Altstars wie der einstige Stürmer Heinz Tamm vor die Kamera geholt, der mit Hertha 1931 Deutscher Meister wurde.
In Barcelona lieferten sich am Rande nächtlicher Siegesfeiern etwa 300 Randalierer Straßenschlachten mit der Polizei. 45 Gewalttäter wurden festgenommen. Mehr als hundert Verletzte, darunter 34 Polizeibeamte, mussten von Sanitätern behandelt werden. Rund 40.000 Fans hatten in Barcelona den 25. Pokalsieg gefeiert.
hyc/dpa/sid
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