Hamburg - "Ich sehe nur zwei Lösungen: Ribéry verlängert vorzeitig seinen Vertrag, damit das Wechsel-Thema vom Tisch ist. Oder wir erteilen die Freigabe", sagte Beckenbauer der "Bild"-Zeitung. Dabei würde Beckenbauer die erste Lösung, eine vorzeitige Verlängerung des noch bis 30. Juni 2011 laufenden Vertrages, bevorzugen. "Ich kann mir schwer vorstellen, dass Bayern ohne Ribéry besser ist", sagte der 63-Jährige.

Bayern-Star Ribéry: Beckenbauer will Vertragsverlängerung
Beckenbauer hält den 26-jährigen Ribéry neben dem Portugiesen Cristiano Ronaldo (Manchester United) und dem Argentinier Lionel Messi (FC Barcelona) für den "momentan besten Fußballer der Welt". Gleichwohl weiß der Bayern-Präsident um die Mechanismen des Profi-Geschäftes: "Wenn Ribéry weg will, wird es schwer für uns, ihn zu halten."
Inzwischen wird bereits über mögliche Transfer-Pakete spekuliert, die einen Ribéry-Wechsel zu Real auch für den abgebenden FC Bayern reizvoll erscheinen ließen. Neben einer Ablösesumme von rund 60 Millionen Euro könnten die Spanier den Bayern-Verantwortlichen als Zugabe aus ihrem Kader die niederländischen Profis Wesley Sneijder, 24, Arjen Robben, 25, oder den Ex-Hamburger Rafael van der Vaart, 26, anbieten. Der neue Bayern-Trainer Louis van Gaal soll zumindest viel von Spielmacher Sneijder und Außenstürmer Robben halten.
Herbert Fandel beendet seine Schiedsrichterkarriere und wird künftig als "kooptiertes Mitglied im Schiedsrichterausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB)" mitarbeiten. Der 45 Jahre alte Referee informierte DFB-Präsident Theo Zwanziger, den für die Unparteiischen zuständigen DFB-Vizepräsidenten Rainer Koch sowie Volker Roth, den Vorsitzenden des DFB-Schiedsrichterausschusses, am Wochenende über seine Entscheidung.
Fandel, der seit 1989 auf der DFB- und seit 1998 auf der Fifa-Schiedsrichterliste steht, leitete in seiner aktiven Karriere 247 Bundesliga-Begegnungen, 26 A-Länderspiele und 56 Europapokalspiele. Unter anderem war er bei der Euro 2008 in Österreich und der Schweiz, beim Confederations Cup 2005 in Deutschland und bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney im Einsatz. Vom DFB wurde er 2001, 2005, 2007 und 2008 zum Schiedsrichter des Jahres gewählt.
Nach dem vorzeitigen Abschied von Dieter Hoeneß wird Michael Preetz bei Hertha BSC Geschäftsführer für den sportlichen Bereich. Dies bestätigte Hertha-Präsident Werner Gegenbauer am Sonntagabend im Fernsehen des Rundfunks Berlin-Brandenburg. Preetz war im Management bisher Leiter der Lizenzspielerabteilung. Ingo Schiller wird für den Bereich Finanzen verantwortlich bleiben. Nach Abschluss der laufenden Strukturreform wird laut Gegenbauer entschieden, ob der Club noch einen dritten Geschäftsführer beruft oder wie bisher weiter mit zwei arbeitet.
"Ich habe vor diesem Wechsel überhaupt keine Angst", sagte Gegenbauer, der nach Platz vier in der abgelaufenen Saison trotz der angespannten finanziellen Situation nicht um die Konkurrenzfähigkeit fürchtet. Hertha BSC sei so gut aufgestellt, "dass wir mit einer wettbewerbsfähigen Mannschaft in die neue Saison gehen. 28 Millionen ist immer noch eine Gehaltssumme, mit der man Bundesliga-Fußball spielen kann", erklärte Gegenbauer.
Bei Drittligist Kickers Emden kam es am Sonntagabend zu einer Krisensitzung. "Wir wollen noch keine Hiobsbotschaften verbreiten, aber wir müssen bei den Lizenzierungsunterlagen gegenüber dem DFB noch nachbessern", sagte Kickers-Vizepräsident Günther Kunz der "Emder Zeitung". Die Zeitung schreibt, Emden drohe der Lizenzverlust. Die Kickers hätten immer noch kein zweitligareifes Stadion, zudem soll Geld im Etat fehlen. "Dass es um Geld geht, ist doch wohl klar. Sonst würden wir uns nicht an einem Sonntagabend treffen", sagte Kunz. Am Mittwoch entscheidet der Zulassungsbeschwerde-Ausschuss des DFB, ob auch in der kommenden Saison in Emden Drittliga-Fußball gespielt werden kann.
goe/sid/dpa
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