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Vorwurf Kinderhandel in der Serie A

Italienische Abgeordnete haben im Parlament eine Gesetzesvorlage zur Bekämpfung des Handels mit minderjährigen Fußballern aus Dritte-Welt-Ländern eingebracht.

Rom - Der Gesetzesvorlage einer Gruppe italienischer Senatoren sieht vor, dass italienische Gemeinden zukünftig die in Fußballclubs eingeschriebenen Spieler unter 15 Jahren kontrollieren. Die Nachwuchskicker müssen in einer Familie leben und regelmäßig zur Schule gehen. Erstliga-Clubs, die dem Gesetz zuwiderhandeln, sollen mit Geldstrafen von bis zu 200.000 Mark bestraft werden. Die Senatoren hoffen, damit den "Handel" mit jungen Spielern aus ärmeren Ländern einzudämmen.

Nach Angaben der Initiatoren sind in Italien mindestens 5600 minderjährige Fußballer aus Nicht-EU-Ländern in verschiedenen Fußball-Klubs eingeschrieben. Die Ermittler gehen davon aus, dass ein Teil von ihnen durch skrupellose Vermittler nach Italien eingeschleust worden ist. Haben die jungen Spieler nicht den Erfolg, werden sie den Ermittlungen zufolge sich selbst überlassen und rutschen in die Kriminalität ab. "Ich bin sicher, dass dieses Gesetz viel tun kann, um minderjährige Fußballer zu schützen", kommentierte Starstürmer Francesco Totti von Ex-Meister AS Rom.

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